Ruhr Innovation Lab wird als Exzellenzverbund gefördert
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Der Wissenschaftsrat hat am 2. Oktober bekannt gegeben, dass das Ruhr Innovation Lab der Ruhr-Universität Bochum und der TU Dortmund künftig als Exzellenzverbund von Bund und Land gefördert wird. Das Ruhr Innovation Lab stärkt das Ruhrgebiet als exzellente Wissenschaftsregion und macht seine internationale Forschungsstärke sichtbar.
„Wir sind überwältigt von diesem großartigen Erfolg“, sagt Prof. Martin Paul, Rektor der Ruhr-Universität Bochum. „Zusammen sind wir in die Champions League der Wissenschaft aufgestiegen“, ergänzt Prof. Manfred Bayer, Rektor der TU Dortmund. Unter dem Namen Ruhr Innovation Lab haben die beiden Universitäten ein Konzept vorgelegt, das ein wissenschaftliches Ökosystem für eine zukunftssichere Gesellschaft schaffen soll. Es setzt auf kreative Freiräume für Forschung, innovative Lehre, engen Austausch mit Wirtschaft und Gesellschaft sowie neue Wege der hochschulübergreifenden Zusammenarbeit.
Das Ruhr Innovation Lab baut auf der langjährigen Kooperation der Ruhr-Universität Bochum, der TU Dortmund und der Universität Duisburg-Essen in der Universitätsallianz Ruhr auf. Gemeinsam haben die drei Universitäten seit fast zwanzig Jahren vielfältige Erfolge in Forschung, Lehre und Transfer gefeiert. Gemeinsam wurde die Research Alliance Ruhr geschaffen, mit vier hochschulübergreifenden Research Centern und einem College. Der Exzellenzverbund erprobt nun bilateral eine noch stärkere Integration akademischer Aktivitäten. Erfolgreiche Ansätze aus dem Ruhr Innovation Lab werden wichtige Impulse für die weitere Zusammenarbeit innerhalb der Universitätsallianz Ruhr geben.
„Ich gratuliere der Ruhr-Universität Bochum und der Technischen Universität Dortmund zu diesem großartigen Erfolg. Das Ruhr Innovation Lab ist ein starkes Zeichen für wissenschaftliche Spitzenleistung im Ruhrgebiet. Wir sehen, welche Erfolge hochschulübergreifende Zusammenarbeit ermöglicht. In der Universitätsallianz Ruhr haben wir über viele Jahre Vertrauen, gemeinsame Strukturen und eine Kultur der Kooperation aufgebaut. Auf diesem Fundament wird mit dem Ruhr Innovation Lab ein wunderbarer neuer Experimentierraum für Wissenschaft mit Wirkung wachsen“, sagt Prof. Barbara Albert, Sprecherin der Universitätsallianz Ruhr und Rektorin der Universität Duisburg-Essen.
Außer dem Ruhr Innovation Lab haben vier weitere Hochschulstandorte den Status als Exzellenzuniversität beziehungsweise Exzellenzverbund neu errungen. Damit fördern Bund und Länder ab Januar 2027 nun bundesweit 12 Exzellenzuniversitäten und drei Exzellenzverbünde.
Glückwünsche der Landesregierung
Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Herzlichen Glückwunsch an die Universität Köln sowie an die Ruhr-Universität Bochum und die TU Dortmund zu diesem herausragenden Erfolg. Beide Bewerbungen haben in einem wissenschaftsgeleiteten Verfahren gegen große Konkurrenz überzeugt. Das ist eine großartige Nachricht für die Universitäten und für den Wissenschaftsstandort Nordrhein-Westfalen. Die Entscheidung ist ein besonderer Erfolg für unser Land und zeigt eindrucksvoll, welche Stärke und internationale Strahlkraft der Wissenschaftsstandort Nordrhein-Westfalen besitzt. Vor allem das Ruhrgebiet hat sich in den vergangenen Jahren zu einem starken und international sichtbaren Wissenschafts- und Innovationsstandort entwickelt. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet die Research Alliance Ruhr, die als zentrales Projekt der Ruhr-Konferenz die internationale Spitzenforschung der Universitätsallianz Ruhr bündelt. Der neue Exzellenzverbund knüpft an diese Stärke an und gibt dem Wissenschaftsstandort Ruhr zusätzlichen Schub. Nordrhein-Westfalen baut damit seine herausragende Stellung im bundesweiten Exzellenzwettbewerb weiter aus. Exzellente Forschung ist eine wesentliche Grundlage für die Innovationskraft unseres Landes. Von der Stärke unserer Hochschulen profitieren dabei Wissenschaft und Wirtschaft, genauso wie die Hunderttausenden jungen Menschen, die in Nordrhein-Westfalen studieren und forschen. In einem immer schnelleren technologischen Wandel sind es unsere exzellenten Universitäten, die diesen Wandel zu neuen Chancen machen. Chancen für neue, innovative Produkte, für gute Arbeitsplätze, für Wohlstand und soziale Sicherheit auch in Zukunft.“
Wissenschaftsministerin Ina Brandes: „Nordrhein-Westfalen ist DER Spitzenstandort für Wissenschaft und Forschung in Deutschland. Diesen Anspruch bestätigt der Erfolg in der Exzellenzstrategie. Ich gratuliere der Universität zu Köln und dem Ruhr Innovation Lab aus der Ruhr-Universität Bochum und der TU Dortmund sehr herzlich zu ihrem Erfolg. Gemeinsam mit der Universität Bonn und der RWTH Aachen gehören damit künftig fünf nordrhein-westfälische Universitäten zur internationalen Forschungsspitze – so viele wie in keinem anderen Land. Was das Ruhr Innovation Lab in den vergangenen Jahren aufgebaut hat, ist unglaublich. Es zeigt: Exzellenz ist immer dann möglich, wenn gemeinsame Stärken gesucht werden. Die Universität zu Köln hat den Exzellenzstatus völlig verdient zurückgewonnen. Mit fünf Exzellenzclustern ist sie bereits eine der forschungsstärksten Hochschulen Deutschlands, und sie wird ihre Kraft in den kommenden Jahren noch weiter entfalten. Der Ministerpräsident und ich haben die Universitäten auf diesem Weg eng begleitet und waren bei den Begehungen mit der Expertenkommission vor Ort dabei. Umso mehr freuen wir uns heute über diesen Erfolg. Der Erfolg unserer Universitäten ist ein eindrucksvoller für Spitzenforschung ‚made in NRW‘. Wir schaffen damit beste Voraussetzungen für neue Erkenntnisse, Innovationen und Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Zeit zum Wohl der Menschen.“
Über die Exzellenzstrategie
Die Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder ist ein Wettbewerb zur Förderung der Spitzenforschung, der erstmals 2005 unter dem Namen Exzellenzinitiative ausgerufen wurde. Universitäten, die eine hinreichende Zahl an Exzellenzclustern einwerben, dürfen sich in einer zweiten Förderlinie um den Titel Exzellenzuniversität oder Exzellenzverbund bewerben. Dafür ist ein Strategiekonzept erforderlich, das sowohl die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Forschung als auch die strukturelle Erneuerungsfähigkeit der Organisation stärkt. Die Bewertung trifft eine internationale Jury auf Basis eines schriftlichen Antrags sowie eines mehrtägigen Besuchs vor Ort. Für die siebenjährige Förderphase ab 2027 waren bis zu 15 Plätze vorgesehen, um die sich zehn Titelverteidiger sowie elf Neulinge beworben hatten. Neben dem Ruhr Innovation Lab werden nun folgende Institutionen neu gefördert:
- Universität Freiburg
- Friedrich-Schiller-Universität Jena
- Universität zu Köln
- Rhein-Main-Universitäten (Technische Universität Darmstadt, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Johannes Gutenberg-Universität Mainz)
