Sustainability
Die Research Community Sustainability bündelt Aktivitäten, Kompetenzen und Netzwerke der drei Universitäten der UA Ruhr in Forschung, Lehre und gesellschaftlicher Wirksamkeit zu Nachhaltigkeitstransformationen. Sie schafft einen gemeinsamen Rahmen für Austausch, Kooperation und Profilbildung über Universitäten, Disziplinen und Praxisfelder hinweg.
Prof. Dr. Andreas Löschel, Sprecher

„Die Research Community Sustainability vernetzt Forschung zu Nachhaltigkeitstransformationen in der UA Ruhr über Disziplinen, Standorte und Praxisbezüge hinweg. Sie schafft einen gemeinsamen Möglichkeitsraum, um Transformation im Spannungsfeld von disruptivem Wandel und Stabilität besser zu verstehen und neue Konstellationen und Kooperationen in Forschung und gesellschaftlicher Einbindung und Wirksamkeit anzustoßen.“
Profil und Auftrag

Die Research Community Sustainability versteht Nachhaltigkeitstransformationen als tiefgreifende und langfristige Prozesse gesellschaftlichen Wandels. Im Fokus stehen Veränderungen von Praktiken, Institutionen, Technologien, wirtschaftlichen Strukturen und Räumen sowie deren wechselseitige Verflechtungen.
Bearbeitet werden Fragen der Transformation von Energie- und Ressourcensystemen, von Kreislaufwirtschaft und Wertschöpfung, von urbanen, metropolitanen und regionalen Räumen sowie von Governance, Beteiligung und institutionellem Wandel im Spannungsfeld von Wandel und Stabilität. Dabei richtet die Community ihren Blick auf Konflikte, Dynamiken und Gestaltungsmöglichkeiten des technischen und gesellschaftlichen Wandels und auch auf das Ruhrgebiet als zentralen Raum gesellschaftlicher, ökonomischer und räumlicher Transformation mit globaler Ausstrahlung.
Ihr Auftrag ist es, den standortübergreifenden Austausch zu intensivieren, gemeinsame thematische Perspektiven zu entwickeln und neue Formen der Zusammenarbeit anzustoßen. Die Community dient damit der wissenschaftlichen Profilbildung, der Vernetzung vorhandener Stärken und der Anbahnung gemeinsamer Aktivitäten.
Als verbindender Rahmen schafft sie Raum für inter- und transdisziplinären Austausch, thematische Arbeitsgruppen und die Weiterentwicklung gemeinsamer Fragestellungen an den Schnittstellen von Gesellschaft, Technik, Raum, Ökonomie, Politik und Umwelt.
Forschungsrahmen

Die Research Community Sustainability versteht Nachhaltigkeitstransformationen als tiefgreifende und langfristige Prozesse gesellschaftlichen Wandels. Im Fokus stehen Veränderungen von Praktiken, Institutionen, Technologien, wirtschaftlichen Strukturen und Räumen sowie deren wechselseitige Verflechtungen.
Die Community richtet ihren Blick dabei besonders auf Spannungen, Zielkonflikte und Auseinandersetzungen, die solche Prozesse begleiten. Nachhaltigkeitstransformationen verlaufen in pluralen Gesellschaften nicht geradlinig, sondern sind geprägt durch unterschiedliche Interessen, Wissensbestände, Gerechtigkeitsvorstellungen und politische Deutungen. Konflikte begreift die Community daher nicht als Ausnahme, sondern als Normalität gesellschaftlichen Wandels. Sie untersucht, wie Transformationsprozesse ermöglicht, blockiert, stabilisiert oder neu ausgerichtet werden und wie gesellschaftliche Handlungsfähigkeit unter Bedingungen von Unsicherheit, Krisen und Konflikten erhalten und in Richtung resilienter Nachhaltigkeitspfade weiterentwickelt werden kann. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den Wechselwirkungen zwischen sektoralen Transformationsdynamiken und ihren räumlichen Ausprägungen, auch im Ruhrgebiet als verdichtetem urbanen und metropolitanen Transformationsraum. Dabei stehen folgende Themen im Fokus:
Die Research Community Sustainability bearbeitet Nachhaltigkeitstransformationen in mehreren miteinander verbundenen Wandel- und Konfliktbereichen. Sie bilden einen vorläufigen thematischen Startpunkt und markieren zentrale Felder für Austausch, Kooperation und gemeinsame Forschung. Zugleich bleiben sie offen für Weiterentwicklungen, neue Schwerpunktsetzungen und zusätzliche Perspektiven.
Die Transformation von Energie- und Ressourcensystemen stellt Gesellschaften vor tiefgreifende technologische, wirtschaftliche und politische Herausforderungen. Im Mittelpunkt stehen Fragen der Infrastrukturentwicklung, Versorgungssicherheit, Ressourcennutzung, Akzeptanz, Beteiligung und Konfliktbearbeitung.
Der Übergang zu zirkulären Produktions- und Konsummustern erfordert neue technologische Lösungen, veränderte Geschäftsmodelle und institutionelle Anpassungen. Die Community untersucht, wie zirkuläre Wertschöpfungsketten entstehen, welche Hemmnisse und Zielkonflikte auftreten und unter welchen Bedingungen sich nachhaltigere Wirtschaftsweisen etablieren können.
Nachhaltigkeitstransformationen vollziehen sich in konkreten räumlichen Kontexten. Städte, Regionen und Metropolräume sind zentrale Arenen des Wandels. Dies gilt in besonderer Weise für das Ruhrgebiet als verdichteten Transformationsraum mit vielfältigen sozialen, ökonomischen und infrastrukturellen Herausforderungen. Die Community analysiert, wie räumliche Transformationsprozesse gestaltet werden und welche Konflikte, Ungleichheiten und Entwicklungschancen dabei sichtbar werden.
Nachhaltigkeitstransformationen adressieren Fragen politischer Steuerung, institutioneller und individueller Lernprozesse und gesellschaftlicher Verständigung. Die Community befasst sich mit Governance-Arrangements, Beteiligungsformen, Wissensordnungen, Bildungsprozessen und institutionellen Voraussetzungen, die Wandel fördern, begrenzen oder neu ausrichten.
Kooperation, Austausch und gesellschaftliche Wirksamkeit
Die Research Community Sustainability versteht Kooperation und Austausch nicht als nachgelagerte Ergänzung von Forschung, sondern als wichtigen Bestandteil wissenschaftlicher Arbeit in Transformationskontexten. Nachhaltigkeitsfragen entstehen an den Schnittstellen von Wissenschaft, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft und verlangen nach Formen des strukturierten Austauschs, die unterschiedliche Perspektiven frühzeitig zusammenführen.
Die Community fördert deshalb den Dialog zwischen Disziplinen, Institutionen und gesellschaftlichen Akteur*innen. Sie schafft Anknüpfungspunkte für kooperative Wissensentwicklung, stärkt die gesellschaftliche Anschlussfähigkeit von Forschung und trägt dazu bei, nachhaltigkeitsbezogene Forschung in der UA Ruhr sichtbarer zu machen.
Tragende Strukturen
Die Research Community Sustainability baut auf bestehenden Forschungsstärken und Kooperationszusammenhängen der drei UA Ruhr-Universitäten auf. Dazu zählen insbesondere die Kompetenzfelder Energie-System-Transformation und Metropolenforschung sowie die Research Center der Research Alliance.
Darüber hinaus knüpft die Community an profilbildende Verbundvorhaben und Forschungsinfrastrukturen in den Bereichen Energie-, Wasser-, Ressourcen- und Raumforschung an, wie z.B.:
- TRR 391 „Raum-zeitliche Statistik für die Energie- und Transportwende“
- DFG-Schwerpunktprogramm 2403 „Carnot Batteries: Inverse Design from Markets to Molecules“
- SFB 1683 “Interaktionsmethoden zur modularen Wiederverwendung tragender Bestandstragwerken”
- FutureWaterCampus
Auf dieser Grundlage können erste gemeinsame Aktivitäten, Pilotprozesse und neue Kooperationen innerhalb der UA Ruhr weiterentwickelt und sichtbar gemacht werden.
Steuerungsgruppe
Die Research Community Sustainability wird durch eine Steuerungsgruppe der drei Universitäten begleitet. Ihr gehören an:
- Prof. Dr. Ulf-Peter Apfel
- Prof. Dr.-Ing. Uwe Clausen
- Prof. Dr.-Ing. Martina Flörke
- Dr. Marion Franke
- Prof. Dr. jur. Klaus Joachim Grigoleit
- Prof. Dr. Jens Gurr
- Prof. Dr.-Ing. Annette Hafner
- Prof. Dr. Uta Hohn
- Dr. Rick Hölsgens
- Prof. Dr.-Ing. Harry Hoster
- Dr. Jan-Hendrik Kamlage
- Prof. Dr. Lars-Peter Lauven
- Prof. Dr. Andreas Löschel
- Prof. Dr. Dorothee Meer
- Prof. Dr. Christian Rehtanz
- Prof. Dr. Ralf Schäfer
- Dr.-Ing. Sebastian Schmuck
- Prof. Dr. Roland Span
- Prof. Dr. Thorsten Wiechmann
Kontakt
Die Research Community Sustainability ist in der UA Ruhr verankert und steht für standortübergreifenden Austausch zu Themen der Nachhaltigkeitstransformation. Das Sprecherteam besteht aus:
Die Research Community Sustainability wird koordiniert von Dr. Jan-Hendrik Kamlage.
