Diversity and Society
Die UA Ruhr verfügt über eine außergewöhnlich dichte und international sichtbare Expertise in der sozial-, bildungs- und geisteswissenschaftlichen Erforschung von Diversität, Wissen und Gesellschaft. Mit der Research Community Diversity and Society bündelt sie diese Stärken in einem gemeinsamen Forschungsrahmen, um neue Perspektiven auf die gesellschaftliche Bedeutung von Vielfalt und Wissensproduktion zu eröffnen und gemeinsame Verbundforschungsprojekte zu planen. Sie betont damit aktiv ein Forschungsgebiet, das aktuell vor besonderen Herausforderungen steht.
Ziele der Research Community

Die Research Community Diversity and Society bündelt die UA Ruhr-weite Expertise in der sozial-, bildungs- und geisteswissenschaftlichen Erforschung von Diversität. In einer Region, die von Superdiversität gekennzeichnet ist und in einer gesellschaftlichen Situation, in der die Anerkennung von Vielfalt auf dem Spiel steht, bündelt und vernetzt die Research Community Forschungsperspektiven auf soziale, kulturelle und institutionelle Formen von Vielfalt sowie deren Bedeutung für Teilhabe, Anerkennung und Gerechtigkeit in der Migrationsgesellschaft.
Sie entwickelt innovative Impulse für die theoretische, empirische und methodische Weiterentwicklung der Diversitätsforschung und integriert unterschiedliche theoretische, empirische und methodische Perspektiven auf Diversität. Die Research Community initiiert innovative Forschungsverbünde und leistet so einen wissenschaftlich und gesellschaftlich signifikanten Beitrag zur Unterstützung von demokratischen und sozial gerechten Gesellschaften.
Schwerpunkte und Interdisziplinarität

Die Research Communitiy bündelt Expertisen aus den Geistes-, Gesellschafts- und Bildungswissenschaften, darunter insbesondere aus der Geschlechter- und Migrationsforschung, der Ungleichheits- und Sprachforschung sowie der Theologie und der Religionswissenschaft. Die Themenfelder der kooperativen Zusammenarbeit decken ein breites Spektrum der Diversitätsforschung ab und verbinden identitätsbezogene Fragestellungen mit strukturellen, institutionellen und gesellschaftlichen Perspektiven.
In ihrer Gesamtheit erlauben sie es, Diversität als soziale Praxis, als Gegenstand politischer und institutioneller Aushandlung sowie als zentrale analytische Kategorie für das Verständnis gegenwärtiger gesellschaftlicher Transformationsprozesse zu untersuchen. Folgende Themen werden interdisziplinär erforscht:
- Diversität und Teilhabe in der Migrationsgesellschaft
- Religiöse Diversität und Gesellschaft
- Diversität und Gesundheit
- Diversität und akademische Freiheit
- Diversität, Gerechtigkeit und Inklusion im Bildungswesen
- Demokratie, Diversität und Extremismus
Forschungsinfrastruktur
Die Research Community leistet einen Beitrag zur nationalen und internationalen Sichtbarkeit der Diversitätsforschung in der UA Ruhr und stärkt zugleich die strukturellen Rahmenbedingungen durch eine engere Kooperation einschlägiger Forschungsinfrastrukturen an den drei Universitäten. Dazu zählen:
- Academy in Exile (Homepage auf Englisch)
- Erich-Brost-Institut für internationalen Journalismus
- Maria Jahoda Center for International Gender Studies
- Centrum für Religionswissenschaftliche Studien
- Interdisziplinäre Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung
- Essener Kolleg für Geschlechterforschung
- Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung
- Kulturwissenschaftliches Institut Essen
- College for Social Sciences and Humanities (Homepage auf Englisch)
Kontakt
Die Sprecher*innen der Research Community koordinieren den Aufbau und die Aktivitäten:
- Prof. Dr. Isolde Karle, Ruhr-Universität Bochum
- Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani, TU Dortmund
- Prof. Dr. Nicole Pfaff, Universität Dusburg-Essen
