News

Informieren Sie sich über aktuelle Entwicklungen in der Universitätsallianz Ruhr.

UA Ruhr News Center

Am 24.09.2019 findet das Karriereforum für promovierte Wissenschaftler/-innen im Erich-Brost-Haus auf dem Campus Nord der TU Dortmund statt. Dieses Mal lautet das Thema „Internationale Forschungserfahrungen sammeln – Strategien und Förderung“ // “How to gain international research experience - strategy and funding“.

Dieses 19. Karriereforum präsentiert in konzentrierter Form Informationen zu verschiedenen Möglichkeiten der individuellen Laufbahnplanung und bietet die Chance, sich mit erfahrenen Persönlichkeiten zu hochschulpolitischen und karriererelevanten Themen auszutauschen. Verschiedene Expert/-innen nehmen sich Zeit für intensive Gespräche und beantworten Ihre Fragen. Stellen Sie sich Ihren individuellen Tagesplan zusammen und kommen Sie in Kontakt mit Vertreter/-innen der DFG, der Alexander-von-Humboldt-Stiftung und der Nationalen Kontaktstelle zu den Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen.  Besuchen Sie Themenrunden wie z. B. „Initiierung internationaler Forschungsverbünde“, „Forschen weltweit – mit Familie“ oder „Interkulturelles Lernen im Ausland“. Zudem werden kurze Einzelberatungen zu individuellen Karrierefragen angeboten.



Seit 2010 findet das Karriereforum zweimal im Jahr an der TU Dortmund statt. Es ist Teil des hochschulübergreifenden Angebots zur Karriereentwicklung in der Wissenschaft im Rahmen der Research Academy Ruhr (RAR), der Plattform der Universitätsallianz Ruhr zur Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Die Anmeldung und das Programm des Karriereforums finden Sie ab sofort unter http://www.research-academy-ruhr.de/karriereforum.html.

Die Zahl der Plätze in den Einzelberatungen und Themenrunden ist begrenzt, daher empfiehlt sich eine zeitnahe Anmeldung. Anmeldeschluss ist der 08.09.2019.
Der Teilnahmebeitrag beträgt 30,- Euro und schließt Getränke und Mittagessen ein.
Bei Fragen wenden Sie sich gern an die Programm-Koordinatorin Jill Timmreck unter 0231 755 8172 oder per E-Mail an karriereforum@tu-dortmund.de.

 

Bildnachweis: Pixabay

Mit insgesamt mehr als einer Million Euro fördert das Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) ab Januar 2020 zwei neue Promotionskollegs innerhalb der Uni­ver­si­täts­allianz Ruhr (UA Ruhr). In der Medizinphysik wird die TU Dortmund gemeinsam mit der Universität Duisburg-Essen (UDE) neue Möglichkeiten zur Promotion schaffen. An der Schnitt­stelle zwischen Politikwissenschaft und Philosophie arbeitet die TU Dortmund künftig mit der Ruhr-Universität Bochum (RUB) zusammen.

„Präzisionspartikeltherapie – Praxisbezogene Physik und Chemie an der Schnittstelle zur Medizin“ lautet der Name des neuen Promotionskollegs unter der Leitung des Dortmunder Physikprofessors Kevin Kröninger. In Zukunft können Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler hier an der Schnittstelle zwischen Physik, Chemie und Medizin promovieren. Die Promovierenden werden das zukunftsträchtige Themenfeld der Protonentherapie, einer besonderen Form der Strahlentherapie mit Protonen, bearbeiten. Dabei setzt ein Strahl aus positiv geladenen Teilchen (Protonen) seine Strahlungsenergie sehr fokussiert im Tumorgewebe frei und zerstört dieses. Die Forschung im Promotionskolleg soll dazu beitragen, eine noch höhere Präzision bei der Bestrahlung zu erreichen. Das Kolleg nutzt dabei Standortvorteile und Synergien vor Ort: So bietet die Fakultät Physik der TU Dortmund den innovativen Studiengang Medizinphysik an und das Westdeutsche Protonentherapiezentrum (WPE) des Universitätsklinikums Essen ermöglicht den Doktorandinnen und Doktoranden den Zugang zu einem der wenigen Protonentherapiezentren in Deutschland. Dritter Partner im Kolleg ist das Center for Nanointegration Duisburg-Essen (CENIDE) der UDE mit der Expertise im Bereich der Präparation von Nanopartikeln. Beteiligt sind neben Prof. Kröninger von der TU Dortmund: Prof. Stephan Barcikowski (CENIDE und UDE), Prof. Bernhard Spaan (TU Dortmund) und Prof. Beate Timmermann (WPE und UDE). Die MERCUR-Förderung beträgt rund 590.000 Euro über drei Jahre.



Den politischen Zusammenhalt erforschen
„Graduate School on Political Cohesion“ heißt das zweite Promotionskolleg. Die neue Graduate School verzahnt die Kompetenzen der RUB und der TU Dortmund auf einem internationalen Forschungsfeld an der Schnittstelle von Philosophie und Politikwissenschaft: So sollen von den Doktorandinnen und Doktoranden die Dimensionen des politischen Zusammenhalts (Political Cohesion) als Voraussetzungen und Ergebnisse gesellschaftlicher und internationaler Kooperation erforscht werden. Es geht dabei um den Zusammenhalt politischer Akteure (etwa Gesellschaften, Staaten und nicht-staatlicher Akteure). Die vier Dimensionen Gerechtigkeit, Identität, Partizipation und Sicherheit sollen in den Promotionsvorhaben beleuchtet werden. Beide Universitäten bieten bereits forschungsorientierte Masterstudiengänge auf diesem Gebiet an: „Philosophie und Politikwissenschaft“ (MAPP) in Dortmund sowie „Ethics, Economics, Law and Politics“ (EELP) und den sozialwissenschaftlichen Masterstudiengang „Globalisierung, Transnationalisierung und Governance“ (GTG) in Bochum. Am neuen Promotionskolleg beteiligt sind mit rotierender Sprecherfunktion: Prof. Corinna Mieth (RUB), Prof. Christian Neuhäuser (TU Dortmund), Prof. Stefan A. Schirm (RUB) sowie Prof. Christoph Schuck (TU Dortmund). Die MERCUR-Förderung beträgt rund 550.000 Euro über drei Jahre.
 

Bildnachweis: Jürgen Huhn/TU Dortmund

Prof. Manfred Bayer von der TU Dortmund erhält eine UA Ruhr-Professur, also eine gemeinsame Professur der Universttätsallianz Ruhr: Der Physiker wird eng mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und der Universität Duisburg-Essen (UDE) zusammenarbeiten.

Als UA Ruhr-Professor wird Manfred Bayer neuartige Materialien mit Laserspektroskopie untersuchen. Der Physiker bildet in der UA Ruhr eine Schnittstelle zwischen Physik, Chemie und Materialwissenschaften: Die Zusammenarbeit soll das Verständnis und die Weiterentwicklung von sogenannten 2D-Materialien vorantreiben, die nur aus einer einzelnen Atomlage bestehen. Insbesondere sollen unterschiedliche 2D-Materialien miteinander kombiniert werden, wie etwa halbleitende mit supraleitenden oder ferromagnetischen Systemen, damit diese sich gegenseitig beeinflussen. Auf diese Weise könnten künftig kostengünstig Bauelemente mit niedrigem Energieverbrauch und guter Umweltverträglichkeit hergestellt werden.

Mit rund einer Million Euro fördert das Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) die neue UA Ruhr-Professur – und damit auch die komplementären Stärken, die die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an den drei Standorten in die gemeinsame Arbeit einbringen: Duisburg-Essen wird beispielsweise die Materialien herstellen und auf der Nanometerskala analysieren; in Bochum wird gerade eine neue Herstellungsmethode für diese Systeme etabliert. Ebenso tragen beide Standorte zur theoretischen Beschreibung mit unterschiedlichen Rechenmethoden bei, während die Dortmunder Physikerinnen und Physiker in Bayers Arbeitsgruppe sich vor allem der optischen Untersuchung mit fortgeschrittener Spektroskopie widmen.


Zur Person:
Prof. Manfred Bayer ist seit 2002 Professor für Experimentelle Physik mit dem Schwerpunkt Spektroskopie von kondensierter Materie an der TU Dortmund. Seit 2015 ist er Sprecher des deutsch-russischen Sonderforschungsbereichs/Transregios 160 „Kohärente Manipulation wechselwirkender Spinanregungen in maßgeschneiderten Halbleitern“ und seit 2014 Standortsprecher im SFB/TRR 142 „Maßgeschneiderte nichtlineare Photonik“. Er bringt ein internationales Netzwerk mit, von dem alle beteiligten Institutionen profitieren werden.

Zu den UA-Ruhr-Professuren:
Bei der Berufung von Manfred Bayer handelt es sich um die sechste gemeinsame Ruhrgebietsprofessur. Auf die erste gemeinsame Professur wurde 2010 der Physiker Prof. Claus M. Schneider aus Duisburg-Essen berufen. Es folgten 2013 der Genominformatiker Prof. Sven Rahmann aus Duisburg-Essen und im Jahr 2017 die Chemikerin Prof. Martina Havenith aus Bochum sowie die Ingenieurinformatikerin Prof. Petra Wiederkehr aus Dortmund. 2018 wurde der Chemiker Prof. Malte Behrens aus Duisburg-Essen auf eine UA-Ruhr-Professur berufen. Seit 2013 wird die UA-Ruhr-Professur von MERCUR gefördert.


Bildnachweis: Roland Baege/TU Dortmund


Das New Yorker Verbindungsbüro der Universitätsallianz Ruhr organisiert diesen Sommer zum dritten Mal das Transatlantic Ruhr Fellowship-Programm für zehn Studierende der UA Ruhr in den USA. Das Fellowship besteht aus einem Zertifikatsprogramm, einem „Skills Seminar“ und einem sechswöchigen Praktikum in Unternehmen und Organisationen in New York, New Jersey und Pennsylvania.

Am 5. August ist das Transatlantic Ruhr Fellowship Programm für Studierende aus dem Ruhrgebiet in den USA gestartet: Zehn Studierende der Ruhr-Universität Bochum (RUB), der TU Dortmund und der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Möglichkeit, als Transatlantic Ruhr Fellows Einblicke in die amerikanische Unternehmenskultur zu gewinnen und praktische Arbeitserfahrung in der Metropolregion New York zu sammeln. Das Programm besteht aus drei Komponenten: einer Einführungswoche zum Thema „Global Markets“ an der Rutgers University, einem „Skills Seminar“ bei der Handelskammer sowie einem sechswöchigen Praktikum bei einem US-Unternehmen und internationalen Organisationen.

In der ersten Woche absolvierten die Fellows an der School of Management and Labor Relations der Rutgers University, The State University of New Jersey, ein Seminar zum Thema „Global Markets“. Es behandelte Themen wie Arbeitsrecht in den USA, Diversity Management, aktuelle Trends auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt, Talent Management, Entrepreneurship und Leadership. Alle Fellows schlossen das Seminar mit einem Zertifikat ab.


In der zweiten Woche werden die Kenntnisse aus dem Zertifikatprogramm in einem „Skills Seminar“ an der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer vertieft. Zudem werden praktische Fähigkeiten und Fertigkeiten trainiert. Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie und Wirtschaft vermitteln dabei nützliche Erfahrungen aus amerikanischen Unternehmen, der Start-up-Welt sowie dem Bildungs- und Ausbildungssektor.

In den verbleibenden sechs Wochen absolvieren die Fellows dann ein Praktikum in führenden Unternehmen und Institutionen in New York, New Jersey und Pennsylvania. Während des Praktikums arbeiten die Fellows an Projekten und knüpfen wichtige Kontakte zu Unternehmen, kulturellen Einrichtungen und Handelskammern. Abgerundet wird das Programm mit Exkursionen zu verschiedenen kulturellen Einrichtungen sowie Gesprächsrunden mit Vertreterinnen und Vertretern wichtiger Organisationen und Einrichtungen wie dem American Council on Germany und dem Hasso Plattner Institute New York.

Gefördert wird das Programm von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung sowie vom DAAD.

Kontakt:
Peter Rosenbaum
Executive Director
UA Ruhr Liaison Office New York
871 United Nations Plaza
New York, NY 10017, USA
T: +1-212-758-3384
F: +1-212-758-1629
rosenbaum@uaruhr.org
www.uaruhr.org

 

Foto:
Auftakt des Seminars an der Rutgers University, hintere Reihe (v.l.n.r.): Peter Rosenbaum (Leiter des New Yorker Verbindungsbüros der UA Ruhr), Roderich Wallrath (TU Dortmund), 2. Reihe (v.l.n.r.): Jan Leukefeld (Ruhr-Universität Bochum), Jannik Blecher (TU Dortmund), Theresa Vormelker (Universität Duisburg-Essen), Katharina Helmchen (Ruhr-Universität Bochum), Aileen Ludwig (Universität Duisburg-Essen), Timo Henning (Universität Duisburg-Essen), vordere Reihe (v.l.n.r.): Susanne Fronia (TU Dortmund), Annette Britner (TU Dortmund), Eileen Nash (Rutgers, The State University of New Jersey), Vera Tessarolo (Universität Duisburg-Essen), Judith Staemmler (Ruhr-Universität Bochum)

Bildnachweis: Loubna Erraji