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Am 20. Juni lud das New Yorker Verbindungsbüro der Universitätsallianz Ruhr in Kooperation mit dem Centrum für Entrepreneurship & Transfer der TU Dortmund, dem Hasso Plattner Institute New York und dem Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus zu einem internationalen Expertenforum zum Thema Entrepreneurship und Universitäten im transatlantischen Vergleich ein.


In den USA gehören Inkubatoren, Mentorenprogramme sowie ein innovationsfreudiges Campusklima längst zur universitären Grundausstattung. Auch an deutschen Universitäten werden studentische Gründungsinitiativen mit einem wachsenden Angebot an Beratung und technischer Infrastruktur unterstützt. So wurde beispielsweise das Centrum für Entrepreneurship & Transfer der TU Dortmund jüngst als Exzellenz Start-up Center.NRW ausgezeichnet und erhält 20 Mio. € für den weiteren Ausbau in den kommenden fünf Jahren. Wenngleich sich die amerikanische Innovationskultur deutlich von der deutschen unterscheidet, die Erfolgsfaktoren für Gründerhochschulen sind dieselben: ausreichende fi-nanzielle Ausstattung, optimale Vernetzung mit externen regionalen Akteuren sowie die Verknüpfung von Gründungs-lehre, -forschung und -beratung.

Sowohl die Erfolgsfaktoren als auch die Herausforderungen bei der Entwicklung von universitären Gründerzentren und -initiativen standen im Mittelpunkt des Workshops, der in New York stattfand und sich den folgenden vier Schwerpunkten widmete:

•    Interne sowie regionale/internationale Integration von Uni-Inkubatoren
•    Universitäre Lehrangebote und Programme zur Förderung des Gründungsklimas
•    Identifizierung zukünftiger Märkte und Formen des Wissenstransfers
•    Finanzierungsmodelle

 

Zu diesen Schwerpunkten diskutierten Vertreterinnen und Vertreter von Accelerator-Programmen wie NYC Media Lab und German Accelerator sowie von führenden amerikanischen Universitäten wie Columbia University, Lehigh University, New York University, Purdue University, University of Cincinnati und University of Pennsylvania. Von der Universitätsallianz Ruhr waren das Centrum für Entrepreneurship & Transfer (CET) sowie die Fakultät für Bio- und Chemieingenieurwesen der Technischen Universität Dortmund vertreten. Neben dem Erfahrungsaustausch zu Best Practices ging es bei dem Workshop auch um die stärkere Vernetzung der Startup-Initiativen des CET mit amerikanischen Partneruniversitäten. Mit Unterstützung des CET wurde der Workshop vom New Yorker Verbindungsbüro der Universitäts-allianz New York in Zusammenarbeit mit dem Hasso Plattner Institute New York und dem Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus organisiert.

Information zum Foto: v.l.n.r. Gerhard Schembecker (Technische Universität Dortmund), Kenneth A. Goodwin, Jr. (Jeanensis Capi-tal Markets), Amy Chen (NYC Media Lab), Anne Augusta Blum (German Accelerator New York), Christian Jorg (Ellis Ac-celerator), Fotografin: Miranda Cole

Vergeben und vergessen: Wenn es doch so einfach wäre... Um das Verzeihen und andere Formen der moralischen Wiedergutmachung geht es bei einer internationalen Tagung vom 4. bis 7. Juli in Essen. Organisiert wird sie vom Institut für Philosophie der Universität Duisburg-Essen.


Es gibt verschiedene Wege, auf Kränkungen oder Unrecht zu reagieren. Die beste Rache, sagt ein deutsches Sprichwort, ist verzeihen. Doch ist dies eine Tugend? Was ist der Wert des Verzeihens? Wie sollten wir mit moralischer Schuld umgehen, auch im historischen Kontext? Hierüber diskutieren 40 Philosophen aus den USA und Europa. Sie fragen außerdem, ob sich gestörte Beziehungen „reparieren“ lassen. Sie klären, was überhaupt Entschuldigungen sind, und was anders ist, wenn das Sorrysagen öffentlich oder in der Politik passiert.


Die Tagung „Responding to Harm and Wrongdoing – Forgiveness and Other Forms of Moral Repair“ findet im Kulturwissenschaftlichen Institut Essen statt. Sie wird federführend organisiert von Prof. Oliver Hallich (UDE). Beteiligt sind außerdem Wissenschaftlerinnen der Ruhr-Universität Bochum, der Technischen Universität Dortmund sowie der Universität Osnabrück.


Über das Kulturwissenschaftliche Institut:
Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) ist ein interdisziplinäres Forschungskolleg für Geistes- und Kulturwissenschaften in der Tradition internationaler Institutes for Advanced Study der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr), zu der sich die Ruhr-Universität Bochum, die TU Dortmund sowie die Universität Duisburg-Essen zusammengeschlossen haben. Seine Aufgabe ist die Förderung hervorragender interdisziplinärer Forschung in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften mit regionalen, nationalen und internationalen Partnern. Innerhalb des Ruhrgebiets bietet das KWI einen Ort, an dem die Erträge ambitionierter kulturwissenschaftlicher Forschung auch mit Interessierten aus der Stadt und der Region geteilt und diskutiert werden.

Seit 2017 begleitet das Kompetenzfeld Metropolenforschung (KoMet) der Universitätsallianz (UA) Ruhr im Rahmen einer Forschungskooperation den Emscher-Umbau als größtes Infrastrukturprojekt Europas für die Region.


Nach bereits zwei erfolgreichen Tagungen widmet sich die nächste Tagung in diesem Jahr am 01. Juli 2019 der Entwicklung von Quartieren im Emscher-Gebiet. Unter dem Titel „Zwischen Anerkennung und Ausgrenzung – Emscher-Quartiere im Wandel" setzen sich die Teilnehmenden anhand von Impulsbeiträgen von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis mit dem Wandel von Siedlungsstrukturen und Lebenswelten auseinander. Es sind Forscherinnen und Forscher aller drei UA Ruhr-Universitäten aus Bochum, Dortmund, Duisburg und Essen beteiligt und geben spannende Impulse aus der Wissenschaft, worauf mit einem Impuls aus der Praxis geantwortet wird, bevor die Diskussion mit dem Planum stattfindet. Vor dem Hintergrund sozialräumlicher Integrations- und Ausgrenzungsprozesse von und in Quartieren sollen aktuelle soziale und politische Herausforderungen in der Emscher-Region erörtert und kritisch diskutiert werden. Die Keynote hält Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer von der Universität Bielefeld zum Thema „Autoritäre Versuchungen: Sozialräumliche Integrations-Desintegrationsdynamiken im Kontext von landnehmendem Kapitalismus und Demokratieentleerung."

 

Weitere Informationen zum Programm: http://metropolenforschung.uaruhr.de/quartierstagung2019

Kaila Pfrang lernt als Gaststudentin im Ruhrgebiet nicht nur die Sprache ihrer Großeltern kennen.

Kaila Pfrang ist nicht zum ersten Mal in Deutschland. Aber zum ersten Mal im Ruhrgebiet. Die Studentin vom Massachusetts Institute of Technology ist seit Juni 2019 mit dem Ruhr Fellowship der Universitätsallianz Ruhr für zwei Monate in Deutschland. Sie erzählt im Interview von ihren ersten Eindrücken.

Warum haben Sie sich für das Ruhr Fellowship entschieden?
Meine Großeltern leben in der Nähe von Stuttgart. Als Kind habe ich sie regelmäßig besucht, aber nie wirklich Deutsch gelernt. Das war der Grund, warum ich mir vorgenommen hatte, einmal einen ganzen Sommer in Deutschland zu verbringen und die Sprache meiner Familie richtig zu lernen. Das Ruhr Fellowship passte deshalb gut, weil ich mich auch mit wenigen Deutschkenntnissen bewerben konnte.

Gab es neben der Sprache noch andere Gründe?
Ich war noch nie im Norden von Deutschland, sondern bisher nur in der Umgebung von Stuttgart und Reutlingen unterwegs. Mit dem Fellowship lerne ich eine andere Gegend kennen.

Sie studieren Luft- und Weltraumtechnik. Wie können Sie das mit dem Lernen der deutschen Sprache verbinden?
Ingenieurwesen ist mehr als Mathe. Es geht darum, Menschen zu verbinden und Dinge für Menschen auf der ganzen Welt zu entwickeln. Geisteswissenschaften und Sprachen helfen dabei, die unterschiedlichen Menschen und ihre Kulturen zu verstehen und etwas für sie zu designen.




Sie sind seit Anfang Juni 2019 in Bochum. Wie waren die ersten Tage für Sie?
In den ersten Tagen habe ich viel über das Ruhrgebiet gelernt. Außerdem habe ich zusammen mit den anderen Ruhr Fellows täglich Sprachkurse.
Es ist toll, dass ich das Gelernte aus dem Unterricht hier direkt anwenden kann – zum Beispiel, wenn ich nach dem Kurs in die Kaffeebar gehe und dort auf Deutsch einen Kaffee bestelle.
In der kurzen Zeit habe ich außerdem die anderen Fellows schon kennengelernt. Wir verstehen uns sehr gut, obwohl wir von ganz unterschiedlichen Universitäten aus unterschiedlichen Ländern kommen. Wir verbringen auch unsere Freizeit miteinander. Es fühlt sich ein bisschen an wie im Film Breakfast Club, in dem verschiedenen Jugendliche viel voneinander lernen. Das tun wir auch.

Das hört sich nach einer guten Zeit an.
Ja. Einige von uns waren letztes Wochenende zum Beispiel zusammen in Amsterdam. Mit Bochum liegen wir so zentral in Europa, dass wir die unterschiedlichsten Orte schnell erreichen können. Es ist eine gute Gelegenheit, Neues kennenzulernen.

Was ist denn in den nächsten Wochen noch geplant?
Mit dem Fellowship-Programm werden wir noch einige Exkursionen machen, zum Beispiel zum Chemiepark Marl und zur Zeche Zollverein.
Ich persönlich möchte sehr gerne zum Kemnader See. Denn ich segele sehr gerne und fände es toll, das auch einmal in Bochum zu machen. Außerdem überlegen wir, nach Berlin zu fahren oder im Sauerland wandern zu gehen.

Und dann beginnt bald auch schon Ihr Praktikum.
Genau. Ich werde im Chemiepark Marl bei Evonik arbeiten. Dort werde ich das erste Mal mit 3D-Druckern arbeiten und natürlich mit den Kollegen dort ganz viel Deutsch sprechen. Ich bin schon gespannt, wie das wird.


Zum Ruhr Fellowship:
Seit 2012 kommen jährlich internationale Studierende mit dem Austauschprogramm der Universitätsallianz Ruhr ins Ruhrgebiet. 2019 sind neun Studierende aus den USA, Indien und Japan dabei.
Mit dem Programm Transatlantic Ruhr Fellowship können auch Studierende der Universitätsallianz Ruhr seit 2017 für einen Austausch in die USA fahren. Im September 2019 machen zehn Studierende aus dem Ruhrgebiet bei dem Austausch mit. Die nächste Bewerbungsphase startet im September 2019.


Bildnachweis: RUB, Kramer




Die Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) empfängt diesen Sommer neun Studierende amerikanischer Topuniversitäten im Rahmen des RuhrFellowship-Programms. Das RuhrFellowship ermöglicht seit 2012 Studierenden, das Ruhrgebiet aus akademischer, wirtschaftlicher und kultureller Perspektive kennenzulernen. Organisiert wird das Programm im Wechsel der drei UA Ruhr-Universitäten Dortmund, Bochum und Duisburg-Essen.

Dieses Jahr organisieren Dr. Sina Nitzsche und Lan Nhi Nguyen, B.A., vom International Office der Ruhr-Universität Bochum (RUB) die achte Ausgabe des Programms. Sie betreuen MINT-Studierende von den Universitäten Berkeley, Harvard, Lehigh, Massachusetts Institute of Technology, Princeton, University of Pennsylvania und Yale. Das RuhrFellowship besteht aus zwei Teilen: einer Summer School und einem Praktikum in namhaften Unternehmen im Ruhrgebiet.
 
Summer School und Praktika
Im Juni nehmen die RuhrFellows an einem akademisch-kulturellen Programm teil. In den Deutschkursen und der „Culture Series“ erhalten die Studierenden Einblicke in aktuelle gesellschaftliche Themen, wie der Energiewende, Digitalisierung, Migration und Interkulturalität. Ergänzt wird das akademisch-kulturelle Programm durch zahlreiche Exkursionen, wie zum Beispiel in den NRW-Landtag, das US-Generalkonsulat Düsseldorf, ein RWE Kohlekraftwerk, den Chemiepark Marl und das Trainingsbergwerk Recklinghausen. Campus-Aktivitäten wie ein Empfang mit der Prorektorin für Lehre und Internationales der RUB, Prof. Dr. Kornelia Freitag, ein Grillabend mit Studierenden der Universität Duisburg-Essen oder ein Rundgang durch die Labore der TU Dortmund bringen UA Ruhr-Studierende mit den RuhrFellows zusammen und ermöglichen einen spannenden Erfahrungsaustausch. Im Juli absolvieren die Studierenden ein einmonatiges Praktikum bei führenden Unternehmen in der Region, wie zum Beispiel der Emschergenossenschaft, Evonik, innogy, ista, Klöckner&Co, KPMG, thyssenkrupp, Vaillant und WILO. Diese Austauschprogramme bieten einen hohen Mehrwert für die Studierenden und teilnehmenden Firmen und leisten darüber hinaus einen herausragenden Beitrag zur Pflege der transatlantischen Beziehungen.



Kontakte für die Zukunft knüpfen
Ein Ziel des RuhrFellowship-Programmes ist es, langfristige Kontakte für Forschungs- und Wirtschaftskooperationen zwischen dem Ruhrgebiet und den US-Eliteuniversitäten zu knüpfen. Dazu werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des RuhrFellowship-Programmes eng in das Alumninetzwerk des Verbindungsbüros der UA Ruhr in New York eingebunden. Einige US-Stipendiatinnen oder -Stipendiaten kehren ins Ruhrgebiet zurück, um ihre berufliche Zukunft in der Region zu suchen.

Gefördert wird das diesjährige RuhrFellowship von der Max Kade Foundation New York, dem Regionalverband Ruhr und der Wirtschaftsförderung Dortmund.

Fotos, Stories und Live-Updates vom Programm erhalten Interessierte auf dem Instagram-Account @ruhrfellowship2019.

Kontakt:
Dr. Sina Nitzsche
Ruhr-Universität Bochum
International Office
Universitätsstraße 150
SSC 1/239
D-44801 Bochum

Telefon: +49 (0) 234 32-25348
http://www.international.rub.de


Bildnachweis: Lan Nhi Nguyen