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Informieren Sie sich über aktuelle Entwicklungen in der Universitätsallianz Ruhr.

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Neue Wege in der Lehrerausbildung für die MINT-Fächer prämiert die Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) mit bis zu 2.000 Euro. Bewerben können sich Lehrende und Studierende der UA Ruhr sowie Lehrkräfte von regionalen Schulen in drei Kategorien:

•    Innovative Lehrkonzepte im Studiengang Master of Education
•    Praxisorientierte Lehre im Studiengang Master of Education
•    Wissenschaft trifft Schule – im Studiengang Master of Education

Förderlinie 1 „Innovative Lehrkonzepte im Studiengang Master of Education“ unterstützt das besondere Engagement der Lehrenden in der universitären Lehre. Mit dem Preis soll die Umsetzung innovativer, praxisorientierter und positiv evaluierter Lehrkonzepte ermöglicht werden. Besonders förderwürdig sind Konzepte, die sich im Rahmen des Praxissemesters bewegen.

Förderlinie 2 „Praxisbetreuung im Studiengang Master of Education“ unterstützt das besondere Engagement von Lehrerinnen und Lehrern der MINT-Fächer bei der Betreuung von Master of-Education-Studierenden in Praxisphasen an Schulen. Honoriert werden soll die hohe Qualität des Betreuungskonzepts und der Praktikumsorganisation an der Schule. Besonders förderwürdig sind Konzepte, die sich im Rahmen des Praxissemesters bewegen, wie zum Beispiel die Betreuung von Studienprojekten.


Förderlinie 3
„Wissenschaft trifft Schule – im Studiengang Master of Education“ unterstützt das besondere Engagement von Master of Education-Studierenden der drei UA Ruhr-Universitäten. Ausgezeichnet werden Studierende oder Studierendenteams, die in Praxisphasen der Lehrerausbildung in herausragender Weise zum Transfer wissenschaftlichen Wissens in den Schulunterricht beitragen. Prämiert werden insbesondere Praxis-Projekte oder Konzepte, die sich im Rahmen des Praxissemesters bewegen, wie zum Beispiel Studienprojekte.

Die Universitäten der UA Ruhr – die Ruhr-Universität Bochum, die TU Dortmund und die Universität Duisburg-Essen – setzen sich mit Unterstützung der Arbeitgeberverbände Ruhr/Westfalen (AGV) für die Förderung einer innovativen und praxisorientierten Lehrerausbildung mit Schwerpunkt auf den MINT-Fächern ein.

Für Lehrende und Studierende der drei Ruhrgebiets-Universitäten sowie Lehrkräfte an Schulen der Region wird 2018 zum siebten Mal der jährlich vergebene Förderpreis Lehrerausbildung ausgeschrieben.

Die Bewerbungsfrist endet am 22. Oktober 2018, die Preisverleihung ist am 21. November 2018.

Weitere Informationen zur Ausschreibung und Bewerbung gibt es auf der Website der  Professional School of Education der Ruhr-Universität Bochum.

In der neuen Founder Initiative Ruhr bündeln die drei großen Ruhrgebietsuniversitäten Maßnahmen, um Gründerinnen und Gründern auf ihrem Weg zum eigenen Unternehmen optimal zu unterstützen. Das Angebot ist vielfältig und wird durch gemeinsame Veranstaltungsformate weiter ausgebaut.

Die Founder Initiative Ruhr, kurz FIR, ist die neu gegründete Plattform der Universitätsallianz Ruhr, um Aktivitäten zur Gründungsförderung und zum Transfer gemeinsam abzustimmen und neue Projekte anzustoßen. Sie wird getragen von der Worldfactory der Ruhr-Universität Bochum, vom Centrum für Entrepreneurship und Transfer der Technischen Universität Dortmund und dem Kompetenzzentrum für Innovation und Unternehmensgründung der Universität Duisburg-Essen.

Erste Aktion beim Ruhr-Summit
Beim Ruhr-Summit 2018, bei dem mehr als 800 Start-ups und über 100 Sprecher erwartet werden, steht das Ruhrgebiet zwei Tage lang im Rampenlicht der Gründerszene. Die FIR organisiert ein Co-Founder-Matchmaking, unterstützt so ihre Gründerteams bei der Suche nach Teammitgliedern und bringt zusammen, was zusammengehört. Der Bedarf der Start-ups ist unterschiedlich: die Bandbreite reicht von der Suche nach Informatikern, Marketing-Experten bis hin zu begeisterten Personen, die Spaß an Start-ups und dem Ruhrgebiet haben.

Am Freitag, 12. Oktober 2018, gibt es die Möglichkeit, Start-ups der Universitäten auf dem Ruhr-Summit kennenzulernen. Innerhalb von zehn Minuten kann man sich austauschen und feststellen, ob es zu einem Match kommt. Die Bewerbungsfrist für einen Termin mit dem Wunsch-Start-up endet am 3. Oktober. Weitere Informationen gibt es hier.


Kooperationen in der Region

Die FIR verfolgt drei zentrale Ziele:
•    die Sichtbarkeit des Themas Gründung zu erhöhen,
•    die Anzahl innovativer Start-ups zu steigern und
•    Studierende, Wissenschaftler, Start-ups und Unternehmen in der Region zu vernetzen.

Die UA-Ruhr-Universitäten sind Mitglied im Initiativkreis Ruhr, mit dem sie bereits gemeinsam den CEO-Dialog erfolgreich als Veranstaltungsformat für den Austausch zwischen Studierenden und Vorstandsvorsitzenden aus dem Ruhrgebiet etabliert haben. Zudem will die FIR zukünftig Kontakte zu Kleinen und Mittleren Unternehmen in der Region anbahnen und gemeinsame Projekte umsetzen.

In der FIR haben sich die führenden Bildungseinrichtungen und Keimzellen wissenschaftsbasierter Gründungen in der Metropole Ruhr zusammengeschlossen. Sie greifen auf Wissen in Forschung und Lehre sowie auf zahlreiche Maßnahmen und Initiativen zurück, mit denen jede der drei Universitäten in den vergangenen Jahren ihr jeweils eigenes Gründungs- und Transferprofil erfolgreich entwickelt hat. Die Vision der Initiative ist es, ein starker Partner für weitere Kooperationen mit Akteuren im Start-up-Ökosystem Ruhrgebiet zu sein – damit das Ruhrgebiet der Hotspot für Gründer wird.

Mehr Informationen zu:
RuhrSummit: https://summit.ruhr/2018/de/
Founder Initiative Ruhr: http://www.uaruhr.de/founder-initiative-ruhr/
Centrum für Entrepreneurship und Transfer der TU Dortmund (CET): http://www.cet.tu-dortmund.de/cms/de/start/index.html
Worldfactory: https://www.ruhr-uni-bochum.de/worldfactory/index.html  
Kompetenzzentrum für Innovation und Unternehmensgründung der Universität Duisburg-Essen (IDE): https://www.uni-due.de/innovationhub/

Die Hitzerekorde weltweit lassen die Rufe nach einer gemeinsamen Klimapolitik wieder lauter werden. Auf der Suche nach nachhaltigen und kostengünstigen Konzepten, die von möglichst vielen Ländern akzeptiert werden, spielen auch wissenschaftliche Modelle eine Rolle. Mit diesen beschäftigt sich die diesjährige Ruhr Graduate Summer School der UA Ruhr. Sie findet vom 17. bis 21. September an der Universität Duisburg-Essen statt und zieht Teilnehmende aus dem In- und Ausland an.  
„Wenn klima- und handelspolitische Maßnahmen untersucht werden, helfen allgemeine Gleichgewichtsmodelle. Diese erlauben es, volkswirtschaftliche Kosten und Nutzen sowie die Auswirkungen für einzelne Länder abzuschätzen“, erklärt Dr. Volker Clausen, Professor für Internationale Wirtschaftsbeziehungen. „Mit diesen Modellen können beispielsweise die Folgen einer CO2-Steuer auf die Branchenstruktur, die Beschäftigung und die Einkommensverteilung analysiert werden.“

Die Teilnehmenden lernen, wie man diese anspruchsvollen Modelle mit einer besonderen Software und speziellen Datensätzen nutzt. „Das Ziel unserer Sommerschule ist es, jüngere Entwicklungen der Grundlagenforschung möglichst zügig in die wissenschaftliche Politikberatung zu übertragen“, so Clausen. „Deswegen genießt sie international einen hervorragenden Ruf. Unsere Gäste nehmen teilweise eine sehr lange Anreise auf sich, um teilnehmen zu können. In diesem Jahr kommen sie u.a. aus den USA, Südafrika und Süd-Korea und aus zahlreichen europäischen Ländern.“

Die Sommerschule gehört zur Ruhr Graduate School in Economics. Dieses Promotionsprogramm in der Volkswirtschaftslehre wird von den Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen sowie dem RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung gemeinsam getragen.


Weitere Informationen: Prof. Dr. Volker Clausen, Internationale Wirtschaftsbeziehungen, Tel. 0201/18-33655, vclausen@vwl.uni-due.de.
Bildinformation: © adpic

Prof. Dr. Dr. h.c. Ursula Gather, Rektorin der Technischen Universität (TU) Dortmund, ist am Montag, 3. September, mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach damit seine höchste Anerkennung für ihr herausragendes Engagement für den Wissenschaftsstandort Dortmund aus: Die Rektorin der TU Dortmund setze sich beharrlich für den Transfer wissenschaftlicher Ergebnisse in Wirtschaft und Gesellschaft ein. Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, überreichte Prof. Gather die Auszeichnung.

Seit September 2008 ist Prof. Ursula Gather Rektorin der TU Dortmund. Bis zu ihrem Amtsantritt war sie Professorin für Mathematische Statistik und industrielle Anwendungen an der Fakultät Statistik. Als Rektorin setzt sich die international anerkannte Wissenschaftlerin dafür ein, die TU Dortmund zukunftsfähig aufzustellen, gleichzeitig Dortmund als Wissenschaftsstandort zu stärken und dies ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu tragen. „Mit Beharrlichkeit und Verhandlungsgeschick pflegt Prof. Ursula Gather den Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft und stärkt so die Bedeutung der Wissenschaft als Motor für die regionale Entwicklung“,  sagte NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen bei der Verleihung.

Prof. Ursula Gather maßgeblich an Masterplan Wissenschaft beteiligt

So ist Prof. Ursula Gather seit 2011 maßgeblich an der Erstellung und Umsetzung des Masterplans Wissenschaft der Stadt Dortmund beteiligt. Dieser Masterplan ist ein Projekt, das Dortmund als Wissenschaftsstadt etabliert. Prof. Gather hat den Masterplanprozess mitinitiiert und mitgetragen – und engagiert sich bis heute in dessen Lenkungskreis. Zwei Jahre lang wurden mit mehr als 100 Beteiligten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Stadt und Kultur 100 Maßnahmen benannt, die die wissenschaftlichen Kompetenzfelder vor Ort, die Campusentwicklung, die Vernetzung mit Stadtgesellschaft und lokaler Wirtschaft sowie das Wissenschaftsmarketing vorantreiben. Aktuell wurden bereits gut zwei Drittel der Maßnahmen abgeschlossen, etabliert oder beschlossen. Der Masterplan zeigt, wie sehr Dortmund als Wissenschaftsstadt wahrgenommen wird. Mittlerweile ist er Vorbild für zahlreiche Städte und Regionen.

Als Rektorin hat Prof. Ursula Gather aktiv dazu beigetragen, dass ein Schwerpunkt der TU Dortmund auf Gründungen und Transfer liegt. 2011 wurde die Universität für ihr Gründerkonzept tu>startup im EXIST-Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie als „Gründerhochschule“ ausgezeichnet. Jährlich gehen aus der TU Dortmund rund 20 Startups hervor. Das benachbarte TechnologieZentrum Dortmund, für das sich die Rektorin stets einsetzt, bietet den idealen Standort für solche Ausgründungen. Europas größter Inkubator, der Unternehmen auf den Weg der Existenzgründung bringt und sie dabei unterstützt, befindet sich in direkter Nachbarschaft zur TU Dortmund: Insgesamt sind bis zu 70 Prozent der hier ansässigen Unternehmen aus wissenschaftlichen Einrichtungen entstanden, vielfach sogar an der TU Dortmund.

 

Austausch mit der Gesellschaft und Engagement für die Region

Für Prof. Ursula Gather hat zudem der Austausch der TU Dortmund mit der Gesellschaft große Bedeutung. Unter ihrer Leitung wurde 2010 die Hochschuletage im Dortmunder U – der Campus Stadt – eröffnet. Hier wird Lehrenden wie Studierenden ein öffentlicher Erfahrungsraum zu Verfügung gestellt, der es ihnen ermöglicht, sich aktiv in die Stadtgesellschaft einzubringen. Zugleich gewährt die Hochschuletage der interessierten Öffentlichkeit Einblicke in aktuelle Forschung und Projekte der TU Dortmund.

Für ihr besonderes Engagement für die Region und ihre Menschen hat der Verein „pro Ruhrgebiet“ Prof. Ursula Gather 2014 die Ehrenauszeichnung „Bürgerin des Ruhrgebiets” verliehen. Ihre Expertise ist gefragt: 2014 wurde Prof. Ursula Gather ins Präsidium der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) gewählt, die Politik und Gesellschaft in Zukunftsfragen berät. Ebenfalls 2014 wurde sie in das Hightech-Forum der Bundesregierung berufen, das die Umsetzung und Weiterentwicklung der Hightech-Strategie der Bundesregierung mit konkreten Handlungsempfehlungen bis 2017 begleitete und dabei die Perspektiven von Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft integrierte. Im Hightech-Forum leitete Ursula Gather das Fachforum Vernetzung und Transfer.


Informationen zum Foto:

Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, überreichte Prof. Ursula Gather (l.) das Bundesverdienstkreuz am Bande.
Bildnachweis: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW