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Informieren Sie sich über aktuelle Entwicklungen in der Universitätsallianz Ruhr.

UA Ruhr News Center

Die strategische Hochschulpartnerschaft zwischen der UA Ruhr und der Bundesuniversität der ABC-Region im Großraum São Paulo trägt weitere Früchte. Mit finanzieller Unterstützung des DWIH (Deutsches Wissenschafts- und Innovationshaus São Paulo) fand vom 19. bis 21. September das Seminar “Multilevel Governance zur nachhaltigen Regionalentwicklung in den Meropolräumen Ruhrgebiet – ABC Paulista” statt. Mitorganisiert wurde die Veranstaltung vom Verbindungsbüro der UA Ruhr, wissenschaftlich betreut von Prof. Dr. Klaus Frey, Koordinator des Postgraduiertenprogramms Public Policy an der UFABC, und seinen Partnern an der UA Ruhr, Prof. Dr. Karsten Zimmermann (TU Dortmund) und Prof. Dr. Nicolai Dose (Universität Duisburg-Essen).

Das Seminar versammelte rund 45 Spezialisten und Interessierte aus Universitäten, politischen Stiftungen und öffentlichen Verbänden, um den Wandel der beiden Regionen zu erörtern und Perspektiven für die Zukunft aufzuzeigen. Dabei kam es auch zum Austausch zwischen der Entwicklungsagentur der ABC-Region und der Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr, von der Jorg Kemna (Büroleiter der Geschäfsführung) an der Veranstaltung in Sao Bernardo do Campo (einem der beiden Standorte der UFABC) teilnahm.

 

 

Die UA Ruhr verbessert den Karriereweg zur Professur: Der Bund fördert an der Ruhr-Universität Bochum, der Technischen Universität Dortmund und der Universität Duisburg-Essen für acht Jahre 54 Juniorprofessuren, die über ein Tenure-Track-Verfahren die Option auf eine Lebenszeitprofessur bieten. Ab dem Wintersemester 2017/18 können die drei Universitäten die Professuren ausschreiben. Insgesamt erhält die UA Ruhr dafür rund 50 Millionen Euro aus dem Tenure-Track-Programm des Bundes.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert im Tenure-Track-Programm bundesweit 1.000 Professuren, um Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern besser planbare Karriereoptionen zu eröffnen. Dafür stellt der Bund insgesamt 1 Milliarde Euro bis 2032 bereit. In einer ersten Antragsrunde wurde nun knapp die Hälfte der Fördermittel ausgeschüttet. Insgesamt waren 34 Universitäten in dem Programm mit ihren Anträgen erfolgreich, darunter alle drei Partner der Universitätsallianz Ruhr.
Die drei Ruhrgebietsuniversitäten haben den Zuschlag für insgesamt 54 Tenure-Track-Professuren erhalten. Damit geht jede neunte der bundesweit 468 bewilligten Stellen ins Ruhrgebiet. Die Universität Duisburg-Essen erhält 21 Professuren, die Ruhr-Universität Bochum 18 und die TU Dortmund 15. Diese Staffelung entspricht in etwa dem Größenverhältnis der drei Universitäten gemessen an der aktuellen Zahl der Professuren.

 

Die neuen Stellen sollen insbesondere die Forschungsschwerpunkte der Fakultäten aller drei Universitäten stärken. Abgestimmt auf die jeweiligen Entwicklungsziele wurden im Vorfeld Professuren identifiziert, die zunächst als befristete Juniorprofessur ausgeschrieben werden und bei positiver Evaluation nach sechs Jahren in eine Lebenszeitprofessur münden. Dadurch verbessert sich für den wissenschaftlichen Nachwuchs die Verlässlichkeit der Karriereperspektiven. Schließlich weiß die Mehrheit im deutschen Wissenschaftssystem bisher erst im Alter von über 40 Jahren, ob sich der Traum von der Professur erfüllt.
Für die spätere Übernahme auf die Lebenszeitprofessur müssen die drei Universitäten dann Stellen aus ihrem Bestand bereithalten. Bedingung für die Berufung auf eine Lebenszeitprofessur sind hervorragende wissenschaftliche Leistungen. Unterstützt werden die Neuberufenen in ihrer wissenschaftlichen Entwicklung auch durch die gemeinsamen Karriereprogramme der UA Ruhr, die unter dem Dach der Research Academy Ruhr gebündelt sind. Zudem hat jede Universität im Antrag dargelegt, wie die Nachwuchsförderung mit ihrem jeweiligen Personalentwicklungskonzept verknüpft ist.


Links zu den Einzelmeldungen:
RUB: http://news.rub.de/hochschulpolitik/2017-09-22-nachwuchsfoerderung-18-tenure-track-professuren-eingeworben
UDE: https://www.uni-due.de/2017-09-21-wanka-professuren
TU Dortmund: https://www.tu-dortmund.de/uni/de/Uni/aktuelles/meldungen/2017-09/17-09-21-tenure-track/index.html

Die Vorgänge im Gehirn durch Licht manipulieren? Duftstoffe, die außerhalb der Nase wirken? Biochemikerinnen und Biochemiker der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) erforschen, wie das funktioniert.

Über 500 internationale Gäste erwarten die Organisatoren der Tagung „Molecular Basis of Life“. Die Herbsttagung der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie findet vom 24. bis zum 27. September 2017 an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) statt. Es ist der größte Biochemie-Kongress in Deutschland. Auch Nicht-Fachleute können ins Thema einsteigen: Es gibt zwei öffentliche Vorträge renommierter Forscher über das Gehirn und über Erkenntnisse der Duftforschung. Darüber hinaus findet eine öffentliche Podiumsdiskussion über therapeutische Möglichkeiten und Gefahren der neuesten Entwicklungen in der Gentechnik statt.

„Wir legen bei der Tagung besonderen Wert darauf, auch Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler zu Wort kommen zu lassen“, unterstreicht der Tagungspräsident Prof. Dr. Rolf Heumann, Biochemiker an der RUB. Er hat die Tagung mit Unterstützung von Kolleginnen und Kollegen der Ruhr-Universität Bochum, der Universität Duisburg-Essen, der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und des Max-Planck-Instituts für Molekulare Physiologie in Dortmund organisiert. „Kooperationen dieser Art fördern die wissenschaftliche Kommunikation innerhalb der UA Ruhr und erlauben es, Ideen und Verbundprojekte zu entwickeln, die im internationalen Vergleich anerkannt sind“, so Heumann.

Was die neue Genschere bringt
Alles Leben beruht auf molekularen Prozessen: Forscherinnen und Forscher in aller Welt versuchen, diese bis ins Detail zu ergründen. Was geschieht zum Beispiel an Zellmembranen? Wie gelangen die durch Botenstoffe ausgelösten Signale in die Zellen und wieder heraus? Welche Signalketten laufen ab? Welche Störungen sind für Krankheiten verantwortlich und wie kann man eingreifen, um solche Erkrankungen zu therapieren? In 90 Vorträgen und 200 Posterbeiträgen werden diese und ähnliche Fragen thematisiert und diskutiert.


Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wollen sich austauschen über neue molekularbiologische und systemisch-organismische Entwicklungen aus unterschiedlichen Forschungsbereichen. Dazu gehören die Implikationen der Optogenetik zur Steuerung von Lebensprozessen durch Licht oder die neuen Möglichkeiten und Auswirkungen der genetischen Veränderungen von Organismen im Zusammenhang mit der neuen Genschere, dem sogenannten CRISPR/Cas9-System. Einbezogen werden die Biophysik, Biotechnologie, Nanotechnologie, Pharmakologie und Molekulare Medizin.

Öffentliche Vorträge:

  • Am Sonntag, 24. September 2017, hält Prof. Dr. Gero Miesenböck aus Oxford um 15.30 Uhr einen Vortrag im Audimax der RUB über die „Erleuchtung des Gehirns“.
  • Am Montag, 25. September 2017, findet um 13.30 Uhr in Saal 3, Ebene 04 des Veranstaltungszentrums eine Ethikdiskussion mit dem Titel „Schöne neue Gen-Welt: Fluch oder Segen für die Zukunft der Menschheit“ (Moderation: Kathrin Zinkant, Süddeutsche Zeitung) statt.
  • Am Dienstag, 26. September 2017, informiert Prof. Dr. Dr. Dr. habil. Hanns Hatt um 19.30 Uhr im Audimax der RUB in seinem Vortrag „Immer der Nase nach“ über neue Wirkmechanismen von Duftstoffen im menschlichen Körper.


Pressekontakt:
Prof. Dr. Rolf Heumann
Biochemie II, Arbeitsgruppe Molekulare Neurobiochemie
Fakultät für Chemie und Biochemie
Ruhr-Universität Bochum
Tel.: 0234 32 24230
E-Mail: rolf.heumann@rub.de

Tagungshomepage: http://www.molecular-basis-of-life.org/

Dunkle Materie, kosmische Strahlung, Planetenentstehung – es gibt viele ungeklärte Phänomene im Weltall. Mehr darüber können Besucher des Blue Square im Rahmen einer neuen Vortragsreihe erfahren, die das Ruhr Astroparticle and Plasma Physics Center (RAPP Center) in Kooperation mit der Hochschulkommunikation der Ruhr-Universität Bochum veranstaltet.

Was hat Big Data mit Astrophysik zu tun? Welche großen Geheimnisse stecken in kleinsten Teilchen? Was bleibt von einer Supernova übrig? In der Vortragsreihe „Neue Fenster zum Universum“ präsentieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der UA Ruhr-Universitäten astronomische Themen auf allgemein verständliche Weise – ab dem 7. September 2017 im Blue Square in der Kortumstraße 90 in Bochum, jeweils Donnerstag um 18 Uhr.

Das Team des Centers beschäftigt sich seit 2015 mit ungeklärten Phänomenen aus dem Weltall. Das Besondere: Forscher der drei großen Ruhrgebietsuniversitäten – Ruhr-Universität Bochum, Universität Duisburg-Essen und Technische Universität Dortmund – haben sich für dieses Projekt zusammengefunden. So entstand eine einzigartige Verknüpfung der drei Teilgebiete Plasma-, Teilchen- und Astrophysik.


Die Vorträge im Überblick:

  • 7. September 2017
    Alles in einem (Ruhr-)Pott: Neuer Forschungsschwerpunkt an der Schnittstelle von Plasma-, Astro- und Teilchenphysik
    Referentin: Prof. Dr. Julia Tjus, Ruhr-Universität Bochum

  • 5. Oktober 2017
    Das größte Mikroskop der Welt – Von der Erforschung der kleinsten Teilchen bis zur Suche nach neuer Physik mit dem LHC
    Referent: Prof. Dr. Kevin Kröninger, Technische Universität Dortmund

  • 2. November 2017
    Big Data – Astroteilchenphysik im großen Stil
    Referent: Prof. Dr. Wolfgang Rhode, Technische Universität Dortmund

  • 7. Dezember 2017
    Interstellarer Wasserstoff – Vom Urknall zu den Sternen
    Referent: Prof. Dr. Ralf-Jürgen Dettmar, Ruhr-Universität Bochum

  • 1. Februar 2018
    Den Geheimnissen des Universums auf der Spur mit kleinsten Teilchen
    Referent: Prof. Dr. Ulrich Wiedner, Ruhr-Universität Bochum

  • 1. März 2018
    Von Jansky bis Fermi – Das extreme Universum
    Referenten: Dr. Dominik Elsässer, Technische Universität Dortmund und Privatdozent Dr. Dominik Bomans, Ruhr-Universität Bochum

  • 3. Mai 2018
    Unsere Sonne und ihre Umgebung: Ein reichhaltiges Astroteilchen- und Plasmaphysik-Labor in unserer kosmischen Nachbarschaft
    Referent: Privatdozent Dr. Horst Fichtner, Ruhr-Universität Bochum

  • 7. Juni 2018
    Auf dem Weg zum großen Knall: Von massereichen Sternen, Supernovae und ihren Überresten
    Referentin: Privatdozentin Dr. Kerstin Weis, Ruhr-Universität Bochum

  • 5. Juli 2018
    Auch Planeten fangen klein an: Ihre Entstehung im Licht neuer Teleskope und in Laborexperimenten
    Referent: Prof. Dr. Gerhard Wurm, Universität Duisburg-Essen

Daria Churikova (18) kommt aus Sankt Petersburg in Russland. Dank dem Stipendienprogramm „Studienbrücke” studiert sie an der TU Dortmund Informatik im zweiten Semester. Das Programm ermöglicht jungen Menschen aus Ländern wie Russland und Kasachstan das Studium eines MINT-Fachs an einer der drei UA Ruhr-Universitäten, ohne vorher ein Studienkolleg besuchen zu müssen. Stattdessen bereitet das Programm die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sprachlich und fachlich bereits in ihrer Heimat auf ein Studium in Deutschland vor.

Frau Churikova, wieso haben Sie sich für ein Studium in Deutschland und insbesondere an der TU Dortmund entschieden?
Meine Mutter hat immer davon geträumt, dass ich in Deutschland studieren kann. Deutsche Universitäten sind sehr gut ausgestattet. Es gibt beispielsweise viele Labore und Rechner. Außerdem besteht oft die Möglichkeit, Praktika zu machen. Das ist für technische Fächer wie zum Beispiel Informatik und Maschinenbau sehr wichtig. Ich habe die TU Dortmund gewählt, weil sie eine bekannte Technische Universität im Ruhrgebiet ist und die Fakultät für Informatik einen sehr guten Ruf hat. Mir gefällt es sehr, dass die TU Dortmund so groß ist: Ich fühle mich immer sportlich, wenn ich von der Mensa zum Informatikgebäude laufe. Außerdem gibt es viele verschiedene Angebote; beispielsweise Beratungen und Cafés. Die Studentenwohnheime sind auch sehr schön.


Was gefällt Ihnen am Programm Studienbrücke?

Das Programm Studienbrücke bietet sehr gute Möglichkeiten, in Deutschland zu studieren. Die Programmleiterinnen und -leiter helfen mit den notwendigen Dokumenten. Für mich war es ein bisschen schwer zu verstehen, welche Dokumente ich für das Visum oder die Krankenversicherung brauche. Am besten hat mir bisher die im Programm inbegriffene MINT-Akademie gefallen. In deren Rahmen haben wir viele Experimente in Laboren gemacht und mehrere deutsche Universitäten besucht. Als Vorbereitung auf mein Studium hier habe ich am Goethe-Institut Moskau zusätzlich zum regulären Schulunterricht Deutschkurse belegt und die Prüfungen „Test Deutsch als Fremdsprache” und „Test for Academic Studies” abgelegt.

Welche Unterschiede haben Sie zwischen Ihrer Heimat Russland und Deutschland festgestellt?
Die Hochschulsysteme unterscheiden sich. In Russland können Studierende nicht wählen, welche Lehrveranstaltungen sie besuchen möchten. Außerdem dürfen sie bei Prüfungen nicht durchfallen. Wenn sie eine Prüfung nicht bestehen, können sie nicht mehr an dieser Universität studieren. Ein weiterer Unterschied ist die Größe der Universitäten. In meiner Heimatstadt Sankt Petersburg sind viele Universitäten in alten Gebäuden untergebracht. Die sind zwar sehr schön, aber deswegen sind die Universitäten kleiner. Es gibt auch einige kulturelle Unterschiede zwischen Russland und Deutschland. Deutsche sind sehr freundlich. Mir ist aufgefallen, dass Menschen in Supermärkten oder im Zug häufig lächeln.