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Verblüffende Experimente bestaunen, selbst zum Forscher werden oder mit Wissenschaftlern diskutieren: In der 2. WissensNacht Ruhr am Freitag, 30. September, von 16 bis 22 Uhr, bieten die UA Ruhr, andere Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen der Region kleinen und großen Besuchern ein spannendes Programm. Der Regionalverband Ruhr (RVR) organisiert gemeinsam mit Förderern und Partnern die regionale Entdecker-Tour durch die Welt der Wissenschaft.

In 2014 feierte die WissensNacht Ruhr ihre erfolgreiche Premiere. Rund 400 Wissenschaftler begeisterten damals mehr als 8.000 Besucher mit einem vielfältigen Programm. RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel ist zuversichtlich, dass in diesem Jahr noch mehr Menschen auf Entdecker-Tour gehen: "Die WissensNacht Ruhr macht neugierig auf die exzellente Forschungslandschaft der Metropole Ruhr. Wir lernen ihre Erfindungen kennen und verstehen. Gleichzeitig regt die Entdeckertour dazu an, selbst zu experimentieren."

Geboten werden rund 300 Veranstaltungen darunter über 100 Mitmachaktionen, 31 Workshops, 12 Ausstellungen, 48 Vorträge, zahlreiche Laborführungen, Exkursionen und Science Cafés. In Essen, Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen, Herten, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen und Witten erhalten die Besucher Einblicke u.a. aus der Physik, der Soziologie und den Wirtschaftswissenschaften. Bei der WissensNacht Ruhr kommt die Forschung dorthin, wo die Menschen sind: in die Innenstädte, in öffentliche Einrichtungen, Museen, Kulturzentren und sogar Kirchen. Gleichzeitig öffnen die Orte der Wissenschaft, die sonst nur für Experten zugänglich sind, ihre Türen: Labore und Hörsäle, wissenschaftliche Institute und sogar Operationssäle.

Als besonderes Highlight schließt die diesjährige WissensNacht Ruhr mit einer internationalen Science-Show, die zeigt, dass Wissenschaft Spaß machen und begeistern kann. Die englischen Profis von "Science made Simple" treffen dabei auf die "Physikanten". Tickets für diese Veranstaltung sind an der Abendkasse in der Christuskirche Bochum oder im Vorverkauf unter www.wissensnacht.ruhr erhältlich. Die Karten kosten zehn, ermäßigt sechs Euro pro Person. Der Eintritt zu allen anderen Veranstaltungen ist frei.  

Die Herbstakademie richtet sich an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) aus den Geistes-, Wirtschafts-, Bildungs- und Gesellschaftswissenschaften, sowie Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften. Die dreitägige Veranstaltung des Nachwuchsförderprogramms ScienceCareerNet Ruhr bietet fachübergreifende Unterstützung bei der Karriereplanung. In Workshops werden die Teilnehmer beispielsweise auf Führungspositionen vorbereitet.

Promovierende Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler haben bei der Herbstakademie die Möglichkeit, an einem fachübergreifenden Qualifizierungsangebot teilzunehmen. Das soll sie bei der weiteren Karriereplanung unterstützen und die effiziente Gestaltung des Promotionsprozess fördern. Gleichzeitig soll die Akademie die Vernetzung unter den Promovierenden fördern.

Die dreitägige Veranstaltung besteht aus Vorträgen, Diskussionsrunden, Foren und (parallel laufenden) Workshops. Es werden unter anderem Workshops zur erfolgreichen Disputation und zur visuellen Kommunikation angeboten. Im Weiteren wird es beispielsweise Weiterbildungsmöglichkeiten in den Bereichen Führung und Konfliktmanagement geben. Zudem können Interessierte lernen, wie sie ihre Forschungsergebnisse auch in englischer Sprache publizieren können.

Das Programm ist an die unterschiedlichen Promotionsphasen angepasst, so dass sich die Teilnehmenden ein für ihre individuellen Voraussetzungen passendes Programm selbst zusammenstellen können.

Es werden Mitarbeiteinnen und Mitarbeiter der Ruhr-Universität Bochum, der Technischen Universität Dortmund und der Universität Duisburg-Essen vor Ort sein und über Promotionsförderangebote an ihren Hochschulen informieren.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Die Anmeldung ist ab sofort möglich. Anmeldeschluss ist der 1. September.

Zur Anmeldung

Details:

  • Veranstaltungsstart: 19.09.2016 09:30
  • Veranstaltungsende: 21.09.2016 17:00
  • Veranstaltungsort: Gerhard-Mercator-Haus, Lotharstr. 57, 47057 Duisburg
  • Veranstaltungsart: Seminar/Workshop

Sie prasseln unaufhörlich aus dem Weltall auf uns ein: die Teilchen der kosmischen Strahlung. Zu ihrer Erforschung gründen Wissenschaftler der Universitätsallianz Ruhr ein Zentrum.

Die kosmische Strahlung ist das Bindeglied zwischen den Forschungsbereichen der Arbeitsgruppen, die sich im Ruhr Astroparticle and Plasma Physics Center, kurz RAPP-Center, zusammengeschlossen haben. Rund 100 Forscherinnen und Forscher feiern in der Universitätsallianz Ruhr die Eröffnung der Einrichtung am 21. September ab 19 Uhr im Planetarium Bochum. Am 22. und 23. September findet eine eröffnende Tagung an der RUB statt.

 

Fragen von dunkler Materie bis Planetenentstehung


Im RAPP-Center werden Forscherinnen und Forscher vom Studierenden bis zum Professor an der Schnittstelle von Astro-, Plasma und Teilchenphysik arbeiten. Sie stellen Fragen wie: Was ist eigentlich dunkle Materie? Woher kommt die kosmische Strahlung? Wieso gibt es mehr Materie als Antimaterie? Welche Wechselwirkungen von Elementarteilchen sind relevant und wie können sie studiert werden? Was ist die Rolle von Magnetfeldern im Universum? Wie funktioniert die Planetenentstehung?

Förderung


Das RAPP-Center wird vom Mercator Research Center Ruhr (Mercur) mit rund 330.000 Euro gefördert.

Die Professional School of Education der Ruhr-Universität Bochum schreibt noch bis zum 12.09.2016 für alle drei UAR-Universitäten den „Förderpreis Lehrerausbildung Ruhr“ aus.

Siehe: http://www.pse.rub.de/sites/forschung/foerderpreis.php

Preisstifter sind die Arbeitgeberverbände Ruhr/Westfalen (AGV). Ziel des Förderpreises ist die gemeinsame Förderung einer innovativen und praxisorientierten Lehrerausbildung mit Schwerpunkt auf den MINT-Fächern.

Der Preis wird in drei Kategorien vergeben:

 

  • Förderlinie 1: „Innovative Lehrkonzepte im Studiengang Master of Education“ (Preis an Dozent/innen)
  • Förderlinie 2: „Praxisorientierte Lehre im Studiengang Master of Education“ (Preis an Lehrer/innen)
  • Förderlinie 3: „Wissenschaft trifft Schule – im Studiengang Master of Education“ (Studierendenpreis und Promotionspreis)

Rückfragen sowie ihre elektronisch einzureichende Bewerbung richten Sie bitte an: Dr. Christiane Mattiesson, Professional School of Education (christiane.mattiesson[at]rub.de)

Die Preisverleihung erfolgt am 27.10.2016 bei der jährlichen Examensfeier des Studiengangs „Master of Education“ der RUB.

Der Förderpreis soll die Säulen für eine zukunftsorientierte Lehrerausbildung in den MINT-Fächern widerspiegeln: innovative Lehrkonzepte in der Universität, enge Verzahnung mit den Schulen der Region und leistungsfähige Lehramtsstudierende. Wir freuen uns, wenn hierdurch auch die überregionale Diskussion innovativer Lehrerausbildungskonzepte gefördert wird, sowie auch der Kontakt und die Vernetzung unter den UAR-Universitäten im Bereich der Lehrerausbildung. Der Preis wird für Projekte, Abschlussarbeiten und geleistetes Engagement im Wintersemester 2015/2016 bzw. im Sommersemester 2016 ausgeschrieben.

UA Ruhr-Studie: Bottroper Zeche ist als Pumpspeicheranlage geeignet

Alte Kohleschächte als Speicher für Ökostrom? Diese Idee scheint tatsächlich machbar. Das hat das Pilotprojekt auf der Zeche Prosper-Haniel in Bottrop ergeben. Seit 2012 untersuchen Forscher der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr), ob sich ein unterirdisches Pumpspeichkraftwerk bauen lässt – nach 2018, wenn dort Schicht ist. Heute (25.08.) haben die Partner erste Ergebnisse der Machbarkeitsstudie vorgestellt. Zu dem Termin brachte Umweltminister Remmel einen Bescheid über 850.000 Euro für weitere Untersuchungen mit.

Das Geld stellen das Land und der Bund bereit; NRW hat das Vorhaben bisher schon mit 1,3 Millionen Euro gefördert. Denn es ist bestechend: Ein unterirdisches Pumpspeicherkraftwerk würde dafür sorgen, dass der überschüssige Strom aus Wind- und Sonnenenergie nicht verloren geht. Das passiert, indem Wasser umgewälzt wird. Solche Kraftwerke haben sich über Tage bereits bewährt; bei Bürgern sind sie aber unbeliebt, da sie viel Platz brauchen.

Platz, den Stollen und Schächte bieten. Allerdings sind stillgelegte Zechen nicht geeignet, haben die 50 Forscher der Universitäten Duisburg-Essen (UDE) und Bochum (RUB) sowie von RAG und DMT herausgefunden. Denn der Zustand dieser Anlagen ist nicht exakt bekannt – ein Risiko. Anders beim Bottroper Pütt. Er ist bis Ende 2018 voll in Betrieb, und auch die technischen Voraussetzungen, etwa die Fallhöhen zwischen den Sohlen, stimmen.

„Prosper-Haniel ist geologisch und von der Infrastruktur her geeignet, um hier ein unterirdisches Pumpspeicherkraftwerk als geschlossenes System umzusetzen“, sagt UDE-Professor André Niemann. Der Experte für Wasserbau und Wasserwirtschaft leitet das Projekt. „Wir gehen von einem Speichervolumen von 600.000 Kubikmetern aus. Das heißt, bei voller Ladung bekäme man vier Stunden lang eine Leistung von ca. 200 Megawatt. Das reicht für 450.000 Haushalte.“

Rechtlich gibt es keine Bedenken, und auch die Bürger scheinen aufgeschlossen: In einer repräsentativen Umfrage hat eine große Mehrheit „Daumen hoch“ signalisiert, sollte irgendwann gebaut werden. 

 

Aber das ist der Haken: Rechnen tun sich Pumpspeicher nicht. Jedenfalls nicht zurzeit, betont Professor Dr. Hermann-Josef Wagner: „Zwar sind die Kosten einer untertägigen Anlage mit 600 bis 2.400 Euro pro Kilowatt vergleichbar mit denen einer oberirdischen. Allerdings sind die regulatorischen Bedingungen in Deutschland gerade sehr ungünstig“, erklärt der Energie-Experte der RUB: „Für Stromspeicher etwa wird ein doppeltes Netzentgelt verlangt.“ So werde leider nicht wertgeschätzt, wie flexibel solche Kraftwerke auf die Stromnachfrage reagieren können.

Dennoch zeigten sich Umweltminister Johannes Remmel und RAG-Vorsitzender Bernd Tönjes bei dem Termin auf Prosper Haniel optimistisch, dass aus alten Schächten einmal grüner Strom kommen wird. Das Ruhrgebiet sei prädestiniert hierfür, waren sie sich einig, auch was das Know-how angeht. So heißt es in der Machbarkeitsstudie u.a., dass das Projekt überwiegend mit Partnern aus NRW umgesetzt werden kann. „Die Industrie“, bestätigt Niemann, „hat schon jetzt großes Interesse.“ Der neue Förderbescheid wird helfen, dass es zunimmt.

Beteiligt sind mehrere Institute der UA Ruhr Universitäten Duisburg-Essen und Bochum, das Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung (RISP) sowie die Unternehmen RAG und DMT. Die Idee unterirdischer Pumpspeicher entstand 2010 an der UDE. Damals half eine Förderung des Mercator Research Center Ruhr, die Idee weiter zu verfolgen. Eine Zusammenfassung der Machbarkeitsstudie sowie ausführliche Berichte stehen unter http://www.upsw.de.