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Mit geballter Kraft wollen die Wissenschaftler die Lösungsmittelforschung in Zukunft vorantreiben.

Normalerweise schaut das Team vom Exzellenzcluster Resolv beim Neujahrsempfang zurück auf die Erfolge des vergangenen Jahres. Nicht so 2017. Beim feierlichen Treffen am 20. Januar nutzten die Mitglieder die Gelegenheit, ihre Strategie in der Exzellenzinitiative bekanntzugeben: Resolv plant, alle Partner der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) zu involvieren. Die RUB und die Technische Universität (TU) Dortmund werden gemeinsame Antragsteller für das Cluster sein. Die Universität Duisburg-Essen (UDE) wird ebenfalls stark involviert sein.

„Die Reise in das neue interdisziplinäre Forschungsgebiet Solvation Science ist hier an der RUB gestartet“, erinnert Prof. Dr. Martina Havenith, Sprecherin von Resolv. „Auf der Basis der bisher erzielten Erkenntnisse haben wir eine Welt voll neuer wissenschaftlicher Herausforderungen entdeckt. Diese wollen wir nun mit Verstärkung aus der UA Ruhr, also mit dreifacher Kraft, angehen.“


Stärken der Region bündeln


2017 muss das Exzellenzcluster bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft einen Antrag auf Verlängerung einreichen – in Aussicht stehen weitere sieben Jahre Förderung. Der Antrag wird ein zentraler Baustein der Forschungsinitiative der UA Ruhr sein. Seit 2007 hat die Allianz über 100 Kooperationen in Forschung, Lehre und Verwaltung initiiert.

„Wir freuen uns über die hervorragende Entwicklung von Resolv und schätzen zugleich die dynamische Zusammenarbeit innerhalb der UA Ruhr, was wir mit der Einrichtung des gemeinsamen Profilschwerpunktes zum Ausdruck bringen. Durch die Partnerschaft können wir für die Bewerbung in der Exzellenzstrategie weitere Stärken der Region bündeln“, sagt Prof. Dr. Axel Schölmerich, Rektor der RUB.

 

 

 

Wertvolle Kooperation

Die TU Dortmund ist schon heute ein starker Partner im Exzellenzcluster Resolv. Mehrere Principal Investigators, darunter Prof. Dr. Roland Winter, Prof. Dr. Metin Tolan und Prof. Dr. Gabriele Sadowski, arbeiten an zentralen Forschungsprojekten. „Der Exzellenzcluster Resolv ist ein herausragendes Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit in der Universitätsallianz Ruhr“, erklärt die Dortmunder Rektorin Prof. Dr. Dr. h. c. Ursula Gather. „Durch die gemeinsame Antragstellung in der neuen Exzellenzstrategie stellen wir den Wert der Kooperationen noch deutlicher heraus.“

Auch die Universität Duisburg-Essen ist mit zwei wissenschaftlichen Gruppen an Resolv beteiligt, geleitet von Prof. Dr. Eckhard Spohr und Prof. Dr. Uwe Bovensiepen. „Die in der UA Ruhr gebündelte Stärke unserer drei Universitäten hat in der Vergangenheit bereits zu beachtlichen Erfolgen geführt. Ich sehe daher in der Kooperation unserer Forscherinnen und Forscher im Rahmen von Resolv großes Potenzial und freue mich darauf, dass wir als UDE einen wichtigen Beitrag beisteuern können”, so Prof. Dr. Ulrich Radtke, Rektor der Universität Duisburg-Essen.


Ein Jahr voller Erfolge

Auf dem Neujahrsempfang blickte das Resolv-Team aber auch zurück. 2016 stand ganz im Zeichen einer steigenden Zahl von Kooperationen. Viele der über 500 Publikationen sind das Ergebnis gemeinsamer Arbeiten. Die integrierte Graduiertenschule bietet 100 Doktoranden eine gemeinsame wissenschaftliche Plattform.

2016 stießen mehrere Professorinnen und Professoren neu zum Cluster hinzu: Prof. Dr. Enrica Bordignon, Prof. Dr. Viktoria Däschlein-Gessner, Prof. Dr. Lukas Gooßen und Prof. Dr. Clara Saraceno. Damit wuchs die Zahl der neu berufenen Professoren seit dem Resolv-Start auf neun. Der Europäische Forschungsrat ERC bewilligte fünf Resolv-Forschern Fördermittel von insgesamt 10 Millionen Euro für die kommenden fünf Jahre.

Besonders in Erinnerung blieb dem Team der Mai 2016, als der Forschungsbau Zemos eingeweiht wurde – die neue Heimat der Solvatationsforschung an der RUB.

 

Über Resolv:

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft bewilligte Resolv – kurz für „Ruhr explores solvation“ – im Juni 2012 im Rahmen der Exzellenzinitiative. Das Fördervolumen belief sich auf 28 Millionen Euro für fünf Jahre. Die RUB ist Sprecherhochschule. In Resolv erforschen RUB-Wissenschaftler die Rolle von Lösungsmitteln gemeinsam mit Partnern der Universitäten in Dortmund und Duisburg-Essen, der Max-Planck-Institute für Eisenforschung (Düsseldorf), Chemische Energiekonversion (Mülheim an der Ruhr) und Kohlenforschung (Mülheim an der Ruhr) sowie vom Fraunhofer-Institut Umsicht in Oberhausen. Darüber hinaus verfügen die Forscher aus dem Ruhrgebiet über ein internationales Netzwerk von hochrangigen Wissenschaftlern.

Claus Leggewie von Hannelore Kraft ausgezeichnet

"Ich freue mich sehr über diese hohe Auszeichnung und nehme sie entgegen als Anerkennung für die in den letzten Jahren von unserem großartigen Team am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen geleistete Arbeit der Forschung, Vermittlung und Politikberatung, und als Ansporn, diese fortzuführen."


Mit diesen Worten nahm KWI-Direktor Claus Leggewie den Landesverdienstorden NRW von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft entgegen. In einer Feierstunde zeichnete das Landesoberhaupt am Mittwoch 26 Personen aus, die sich auf besondere Weise in und für Nordrhein-Westfalen engagiert haben.



 

Hannelore Kraft hob in ihrer Laudatio den Stellenwert Claus Leggewies als Public Intellectual hervor. Als einen der "profiliertesten intellektuellen Köpfe unseres Landes und einen unserer wichtigsten Vordenker" lobte sie sein Engagement für eine heterogene Gesellschaft, für eine wehrhafte Demokratie und sein beständiges Eintreten gegen "Vereinfacher und Polemisierer". Im Namen der Bürgerinnen und Bürger Nordrhein-Westfalens dankte sie ihm für die Bereicherung des "Wissenschaftslands NRW" mit den Worten: "Sie sind ein Aushängeschild für NRW als Land der Geistes- und Sozialwissenschaften." Neben dem KWI-Direktor erhielten unter anderem der Journalist Ranga Yogeshwar sowie der Schauspieler Leonard Lansink die Anerkennung für besondere Verdienste.


Über das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI):
Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) ist das Forschungskolleg der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr), zu der sich die Ruhr-Universität Bochum, die TU Dortmund sowie die Universität Duisburg-Essen zusammengeschlossen haben. Seine Aufgabe ist die Förderung hervorragender interdisziplinärer Forschung in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften mit regionalen, nationalen und internationalen Partnern. Das KWI erforscht die Grundlagen der modernen Kultur praxisnah und mit Blick auf aktuelle relevante gesellschaftliche Fragen. Derzeit stehen die Themenfelder Kulturen des Europäischen, kulturelle Vielfalt der Weltgesellschaft, Bürgerbeteiligung und kulturelle Aspekte des Klimawandels im Mittelpunkt. Mit seinen Veranstaltungen sucht das KWI den Dialog mit einer breiteren Öffentlichkeit, es unterhält enge Partnerschaften mit Kultureinrichtungen und Medien.

17 Studierende US-amerikanischer Eliteuniversitäten erlebten im Sommer 2016 acht Wochen lang das Ruhrgebiet. Eine Dokumentation fasst ihre Erlebnisse zusammen.

Kevin Loughlin hat sich verliebt – in das Ruhrgebiet. Zwei aufregende und interessante Monate verbrachte der US-Amerikaner, der in Harvard Informatik studiert, als RuhrFellow in der Region. Sein Fazit: „Ich durfte das wunderbare Ruhrgebiet entdecken. Ich habe etwas über die Geschichte der Region gelernt, die Industrie, die Menschen und Kulturen vor Ort. Ich bin gereist. Ich hatte Spaß. Ich habe das aktuelle Weltgeschehen aus einer anderen Perspektive betrachten können. Und am wichtigsten ist: Ich habe viele neue Freunde gefunden.“

 

 

Die US-Stipendiaten waren im Sommer 2016 zu Gast im Ruhrgebiet (Foto: IR).

 

Mit seiner Schwärmerei ist Loughlin nicht allein: Alle RuhrFellows teilen die Begeisterung für Deutschlands größte Metropolregion. Die 17 Studierenden renommierter US-Hochschulen lernten im Sommer 2016 zwei Monate das Ruhrgebiet kennen, absolvierten Praktika in Initiativkreis-Unternehmen, verbesserten ihre Deutschkenntnis¬se und besuchten eine Summer School an der Ruhr-Universität Bochum. Ihre Erlebnisse, Erfahrungen und Gedanken haben die Gäste aus Übersee in persönlichen Einträgen, mit zahlreichen Fotos und Videos dokumentiert.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Das Ergebnis ist eindeutig: Die US-Stipendiaten kehren als Freunde und Botschafter des Forschungs- und Wirtschaftsstandortes Ruhrgebiet in ihre Heimat zurück. Auch deshalb wird das RuhrFellowship, das der Initiativkreis Ruhr und die Universitätsallianz Ruhr 2012 angestoßen haben, fortgeführt. 2017 übernimmt die Universität Duisburg-Essen die Federführung.

Die Dokumentation zum RuhrFellowship 2016 als pdf finden Sie hier.

„Science Slam Biodiversity“

Montag, 12.12.2016 - Beginn 18.30 Uhr – Einlass ab 18:15 Uhr – Blue Square Bochum, 1. Etage

Beim Science Slam „Biodiversity“ treten junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des UA Ruhr Biodiversitäts-Masterstudienganges der Universitäten Essen-Duisburg und Bochum auf die Bühne. Innerhalb von nur 300 Sekunden werden die JungwissenschaftlerInnen ihre ausgewählten Themen, Thesen, Phänomene und neusten Methoden der Biodiversitätsforschung auf spannende und unterhaltsame Art und Weise präsentieren.

 

Die Slammer richten sich dabei keinesfalls nur an Fachpublikum, sondern stellen aktuelle Wissenschaft dieses biologischen Forschungsfeldes mit Charme, Witz und viel Ironie leicht verständlich dar.

Nach den fesselnden Slams des letzten Jahres über Kartoffel-Ernte auf dem Mars, mathematisch begabten Greifvögel, oder den Drohneneinsatz in der Wal-Forschung, sind wir sehr gespannt auf die Themen der Newcomer unseres diesjährigen Biodiversitäts Science Slams! Herzliche Einladung.

Die Veranstaltung ist kostenfrei, Plätze sind jedoch limitiert.

Weitere Infos auch unter: http://blue-square.rub.de/veranstaltungen/20161212-science-slam-biodiversity

  • Initiativkreis Ruhr und Universitätsallianz Ruhr schließen Kooperationsvereinbarung
  • Unternehmensbündnis nimmt die Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen in seinen Kreis auf
  • Moderator Bernd Tönjes: Von diesem engen Schulterschluss profitiert die gesamte Region

Der Initiativkreis Ruhr und die drei großen Universitäten im Ruhrgebiet bauen ihre Zusammenarbeit deutlich aus: „Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam für ein erfolgreiches Ruhrgebiet“ ist der Titel einer Kooperationsvereinbarung, die der Initiativkreis Ruhr und die drei Universitäten der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) am Samstag, den 26. November, bei der Vollversammlung des Initiativkreises in Essen geschlossen haben. Zudem beschloss die Vollversammlung, die Ruhr-Universität Bochum, die Technische Universität Dortmund und die Universität Duisburg-Essen in ihren Kreis aufzunehmen.

Prof. Dr. Axel Schölmerich, Rektor der Ruhr-Universität Bochum, Prof. Dr. Dr. h.c. Ursula Gather, Rektorin der Technischen Universität Dortmund, und Professor Dr. Ulrich Radtke, Rektor der Universität Duisburg-Essen, sind damit neue Persönliche Mitglieder im Initiativkreis Ruhr. Insgesamt sind nun 74 Unternehmen und Institutionen im Initiativkreis Ruhr vertreten – so viele wie noch nie in der Geschichte des 1989 gegründeten Zusammenschlusses.

„Den Akteuren im Ruhrgebiet wird häufig eine mangelnde Bereitschaft zur Zusammenarbeit unterstellt“, sagte Bernd Tönjes, Moderator des Initiativkreises Ruhr. „Insbesondere auf dem Feld der Bildung wird immer wieder die Forderung nach einer stärkeren Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft laut. Umso mehr freue ich mich, dass der Initiativkreis Ruhr und die Universitätsallianz Ruhr einen engen Schulterschluss vollziehen. Er ist Beleg dafür, dass Wirtschaft und Wissenschaft eben nicht dem Denken in Kirch- und Elfenbeintürmen unterliegen.“ 

 

Gemeinsam das Profil des Ruhrgebiets stärken

„Durch Kooperationen wie das Programm RuhrFellows haben die UA Ruhr und der Initiativkreis Ruhr in der Vergangenheit bereits bewiesen, dass Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam das Profil des Ruhrgebiets erfolgreich stärken können“, erklärten Professorin Gather sowie die Professoren Radtke und Schölmerich. „Wir wollen die Synergien nun ausweiten, sodass auch Gründerinnen und Gründer sowie Absolventinnen und Absolventen von der gebündelten Expertise profitieren.“

„Der Beitritt der Ruhrgebietsuniversitäten zum stärksten regionalen Wirtschaftsbündnis in Deutschland ist mehr als ein symbolischer Schritt“, betonte Tönjes, der auch Vorstandsvorsitzender der RAG Aktiengesellschaft ist. „Unser gemeinsames Ziel ist es, dass aus diesem intensiven Austausch gute Ideen, neue Impulse und konkrete Projekte entstehen, von denen Wirtschaft, Wissenschaft und damit die gesamte Region profitieren.“

Zusätzlich zu bestehenden Kooperationen – etwa im internationalen Stipendienprogramm RuhrFellows oder bei der Förderung von jungen Menschen im Rahmen der TalentTage Ruhr – vereinbaren Initiativkreis und Universitätsallianz, die Vernetzung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft mit weiteren gemeinsamen Aktivitäten und Projekten zu forcieren. Dazu bauen sie die Zusammenarbeit in drei zentralen Handlungsfeldern aus:

1. Intensivierung des Knowhow- und Technologietransfers zwischen Wirtschaft und Wissenschaft über hochkarätige Dialogformate:

Im Rahmen eines „CEO-Dialogs“ sollen regelmäßige Vortragsserien namhafter Unternehmensvertreterinnen und -vertreter an den Fakultäten der Universitäten den Wissensaustausch intensivieren.

2. Ausbau sowie Förderung wissens- und technologiebasierter Gründungen:

In branchenspezifischen Ideenlaboren werden Studierende sowie Vertreterinnen und Vertreter der Universitäten und der Initiativkreis-Unternehmen in produktiver Werkstatt-Atmosphäre über Ideen und Bedarf für erfolgversprechende Innovationen diskutieren. Darüber hinaus wollen die Partner eine Plattform für den Dialog von Professorinnen und Professoren sowie Wirtschaftsvertreterinnen und -vertretern etablieren. Dabei sollen unter anderem konvergierende Forschungsinteressen, Innovationspotenziale oder Gründungsideen diskutiert und im Idealfall in konkrete Projekte umgesetzt werden.

3. Austausch zwischen jungen Führungskräften der Wirtschaft sowie jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Programm der Global Young Faculty:

In der Global Young Faculty, einem gemeinsamen Programm des Mercator Research Center Ruhr, der Stiftung Mercator und der Universitätsallianz Ruhr, treffen sich herausragende, engagierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler des Ruhrgebiets, um gemeinsam an interdisziplinären Themen zu arbeiten. Die Global Young Faculty wird um junge Führungskräfte aus dem Kreis der Ruhr-Wirtschaft erweitert.