Forschung

An den UA Ruhr Universitäten wird Spitzenforschung über die Grenzen der Fachdisziplinen hinweg und auf international herausragendem Niveau erbracht. Die exzellenten Leistungen finden ihren Ausdruck in gemeinsamen Profilschwerpunkten, zahlreichen Sonderforschungsbereichen und Graduiertenkollegs. Ein gemeinsamer, hochrangig besetzter Forschungsrat identifiziert zukunftsweisende Forschungsfelder der UA Ruhr.

Profilschwerpunkt Materials Chain

Der Profilschwerpunkt Materials Chain bündelt und stärkt die Material- und Werkstoffwissenschaften an den drei Universitäten in Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen. Ziel ist eine vollständige und durchgängige Betrachtung der gesamten Materialkette – vom fertigen Bauteil bis zum Atom und umgekehrt.

Csm Materials Chain Header

Dieser international renommierte Profilschwerpunkt bringt als verbindendes Element in komplementärer Weise die Stärken der über 200 Forschungsgruppen an den drei Standorten der UA Ruhr zusammen.

Materials Chain deckt dabei vom Materialdesign über die Werkstoffherstellung und -veredelung bis hin zur Charakterisierung und Verarbeitung im Produktionsprozess alle Phasen moderner Materialwissenschaften ab und kann systematisch auf verschiedene Anwendungsfelder übertragen werden.


Details zum Profilschwerpunkt Materials Chain

Innovative Werkstoffe haben im Ruhrgebiet eine lange und erfolgreiche Tradition. Wegweisende Produkte aus der Region wie nahtlose Eisenbahnreifen, nicht rostender Stahl oder Hartmetalle waren der Wachstumsmotor für ganz Deutschland. Auch die bis heute anhaltende Erfolgsgeschichte des Automobilbaus in Deutschland ist auf Entwicklungen in der Werkstoff- und metallverarbeitenden Industrie und damit auf das Ruhrgebiet zurückzuführen. Diese historisch bedingte und durch Naturvorkommen gestützte Konzentration auf Werkstoffe prägt bis heute die Hochschullandschaft im drittgrößten Ballungsgebiet der Europäischen Union. So haben alle drei Universitäten nach wie vor weltweit sichtbare und anerkannte Forschungseinrichtungen mit materialwissenschaftlicher Schwerpunktsetzung. Zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler tragen mit ihrer Forschungsleistung zur Stärkung dieses Bereichs bei. In einigen thematischen Bereichen haben sich an den Standorten bereits effiziente Cluster und Einheiten mit unterschiedlichen, sich ergänzenden Schwerpunkten gebildet:

An der TU Dortmund befasst sich eine große Zahl an Instituten und Lehrstühlen mit der Verarbeitung und Beschichtung von Werkstoffen. Dabei geht es zum Beispiel um Leichtbaustrukturen, das Engineering von Oberflächen und um ressourcenschonende Produkte, die in langfristig angelegten, großen Projektverbünden wie (TR-)SFBs erforscht werden. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse fließen zurück an die Werkstoffentwickler, um gezielt Produkteigenschaften zu optimieren.

Die Ruhr-Universität Bochum hat ihre materialwissenschaftlichen Aktivitäten in einem Disziplinen übergreifenden Ansatz als Materials Research Department zusammengefasst. Forscher aus allen ingenieurwissenschaftlichen und nahezu allen naturwissenschaftlichen Fakultäten sind am Materials Research Department beteiligt. Ergänzt wird die fakultätenübergreifende Kompetenz durch das Interdisciplinary Centre for Advanced Material Simulation (ICAMS), in dem skalenübergreifende Simulationen durchgeführt werden, sowie durch das Zentrum für grenzflächendominierte Höchstleistungswerkstoffe (ZGH), das 2019 mit einer einzigartigen Geräteausstattung eröffnet wird.

An der Universität Duisburg-Essen konzentrieren sich die materialwissenschaftlichen Forschungsaktivitäten auf die Herstellung, Funktionalisierung, Charakterisierung und Integration nanopartikulärer Materialien, die im Center for Nanointegration Duisburg-Essen (CENIDE) über Fakultätsgrenzen hinweg koordiniert werden. In CENIDE existiert eine einzigartige Infrastruktur, wie beispielsweise das DFG-Gerätezentrum Interdisciplinary Center for Analytics on the Nanoscale (ICAN), in dem Effekte auf kleinsten Größenskalen untersucht werden können. Räumlich und fachlich eingebunden sind diese Forschungstätigkeiten in dem neu errichteten Forschungsbau NETZ (NanoEnergieTechnikZentrum). Motivation ist die Erkenntnis, dass insbesondere bei Betrachtung von nanometergroßen Strukturen ein stark verändertes Verhalten von Werkstoffen beobachtet werden kann, was auf einer makroskopischen Skala nicht auftritt. Der Bereich der Materialsimulation wird über die Akteure des Center for Computational Sciences and Simulations (CCSS) hervorragend abgedeckt.

Darüber hinaus existieren an allen Standorten der Allianz eine Vielzahl von koordinierten Projekten, wie Sonderforschungsbereiche, internationale Graduiertenschulen und weitere großen Projekte, die teilweise bereits standortübergreifend ausgerichtet sind.

Weiterführende Informationen zu Materials Chain: