Forschung

An den UA Ruhr Universitäten wird Spitzenforschung über die Grenzen der Fachdisziplinen hinweg und auf international herausragendem Niveau erbracht. Die exzellenten Leistungen finden ihren Ausdruck in gemeinsamen Profilschwerpunkten, zahlreichen Sonderforschungsbereichen und Graduiertenkollegs. Ein gemeinsamer, hochrangig besetzter Forschungsrat identifiziert zukunftsweisende Forschungsfelder der UA Ruhr.

Kompetenzfeld "Energie - System - Transformation"

An allen drei Universitäten der UA Ruhr sind komplementäre und interdisziplinäre Schwerpunkte und Strukturen im Bereich der Energieforschung vorhanden. Basierend auf den bestehenden engen Kooperationen und gemeinsamen Projekten wird die transdisziplinäre Energieforschung an der UA Ruhr ausgebaut - mit dem zentralen Fokus auf der interdisziplinären Analyse des Gesamtsystems und insbesondere dessen Transformation in Richtung eines auf erneuerbaren Energien basierenden Energiesystems. Hierdurch findet im Kompetenzfeld „Energie – System – Transformation“ eine starke strategische Bündelung auf diese zukunftsgerichtete Thematik statt.

Est - Windrad-siemenspressebild

Durch die Bündelung der bestehenden und sich ergänzenden Forschungsschwerpunkte der UA Ruhr-Universitäten im Bereich der Energieforschung ist eine weithin sichtbare und in dieser transdisziplinären Form einzigartige Plattform entstanden. Diese forciert die Erforschung zukunftsfähiger Lösungen und befördert ihren Einsatz in der Praxis. Der Fokus liegt darauf, den Prozess der Transformation gesellschaftlich bewältigbar, akzeptabel, wirtschaftlich sinnvoll und juristisch abgesichert zu gestalten. So können Handlungsempfehlungen erarbeitet werden, um die vereinbarten europäischen und globalen Ziele des Klimaschutzes in den nächsten Dekaden zu erreichen.

Als zu betrachtende vier Hauptdimensionen der Forschung stehen die Versorgungssicherheit, Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit, und Akzeptanz im Vordergrund. Zwingend folgt daraus die Notwendigkeit einer systemorientierten Betrachtung, die von grundlegend neuen Technologien und deren Anwendung über wirtschaftliche und juristische Fragen bis hin zur akzeptablen Umsetzung in Raum und Gesellschaft führt. Diese umfassende Gesamtsystemsicht stellt ein Alleinstellungsmerkmal des Kompetenzfeldes EST gegenüber anderen zumeist rein technisch getriebenen Ansätzen dar.

Eine Leitfrage für die Forschung ist, wie die Transformation des sektorengekoppelten Energiesystems unter anderem am Beispiel der Metropolregion Ruhr als eines der größten europäischen Ballungszentren mit derzeit vorwiegend konventioneller zumeist kohlebasierter elektrischer Energieerzeugung und großem Energiebedarf in allen Sektoren gestaltet werden muss. Dabei werden Aspekte zur Erreichung der CO2-Emissionsreduktion bei gleichzeitiger Akzeptanz, Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Rechtssicherheit berücksichtigt.

Im Rahmen des Kompetenzfeldes „Energie – System – Transformation“ findet eine intensive Zusammenarbeit mit einschlägigen Industriepartnern der Region wie z.B. E.ON, Siemens, RWE und Evonik statt, die teilweise zu den branchengrößten in Deutschland und Europa gehören. Die Ergebnisse werden durch vielfältige internationale Kooperationen mit Südamerika, China, Russland, Australien und anderen in die internationale Wissenschaftslandschaft eingebunden, so dass Lösungen entstehen, die der globalen Relevanz des Themas genügen.


Weitere Informationen zum Kompetenzfeld "Energie - System - Transformation":