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UA Ruhr News Center:

Hohe Auszeichnung für die Nachwuchsförderung: Den mit 20.000 dotierten MERCUR-Förderpreis erhält in diesem Jahr die Graduiertenschule School of International and Intercultural Communication (SIIC) der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr). Stifter des Preises sind die FUNKE-Mediengruppe und die RAG-Stiftung.


MERCUR-Direktor Prof. Winfried Schulze betonte bei der Preisverleihung am 30. Januar in Essen: „Der MERCUR-Forschungspreis wurde zum 10jährigen Bestehen der Universitätsallianz Ruhr erstmalig verliehen und soll innovative, wissenschaftlich hochqualifizierte und erfolgreiche Projekte noch einmal besonders würdigen. Damit wollen wir Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der drei Universitäten zusätzlich ermutigen, kooperative Forschungsanträge bei MERCUR einzureichen.“
„Das ist eine ganz wunderbare Nachricht zu Beginn des neuen Jahres“, so SIIC-sprecherin Prof. Susanne Fengler von der TU Dortmund, die das Kolleg gemeinsam mit Prof. Barbara Thomaß (Ruhr-Universität Bochum) und Prof. Jens Loenhoff (Universität Duisburg-Essen) leitet. Das Besondere an der SIIC ist, dass mit ihr die Promotionsbegleitung im Feld der internationalen und interkulturellen Kommunikations- und Medienwissenschaft neu und universitätsübergreifend gestaltet werden konnte.


i-Tüpfelchen
Forschung und Lehre an allen drei Uni-Standorten profitieren enorm von der Kooperation, denn die Forschungsschwerpunkte ergänzen sich hervorragend. „Die zusätzlichen Mittel aus dem MERCUR-Förderpreis sind das i-Tüpfelchen für das Projekt und erlauben uns, bis Mitte 2019 noch einige weitere Ideen zu verfolgen und die Nachwuchsförderung noch nachhaltiger zu stärken“, freut sich Prof. Fengler.
Im räumlich am Erich-Brost-Institut für internationalen Journalismus der TU Dortmund angesiedelten SIIC promovierten von 2014 bis 2017 zehn internationale Nachwuchsforschende u.a. über die Beziehungen zwischen dem „Islamischen Staat“ und arabischen Journalisten, über die japanische Berichterstattung über die Atom-Katastrophe Fukushima im Vergleich mit Deutschland oder über den Einfluss europäischer, amerikanischer und neuerdings chinesischer Nachrichtenagenturen auf afrikanische Medien.


Folgeprojekt: MEDAS 21
2018 konnte die UA Ruhr-Forschungsgruppe ein mit 1,7 Mio. Euro dotiertes Folgeprojekt einwerben: Die Research School „MEDAS 21 – Global Media Assistance: Applied Research, Improved Practice in the 21 Century“ ist eines von deutschlandweit acht Kollegs der VolkswagenStiftung, die sich insbesondere auf die Verzahnung von Wissenschaft und beruflicher Praxis konzentrieren. Thematisiert werden u.a. Digitalisierungstrends, Fragen zu Tendenzen der Securitization sowie zur Arbeit von Medienentwicklungsakteuren in fragilen Staaten.


Über das Mercator Research Center Ruhr:
Das 2010 gegründete Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) fördert die Kooperation zwischen der Ruhr-Universität Bochum, der Technischen Universität Dortmund und der Universität Duisburg-Essen, die seit 2007 in der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) verbunden sind. Mit seinen Programmlinien unterstützt MERCUR Wissenschaftler/innen, Institute, Fakultäten und die Verwaltungen der drei Hochschulen dabei, sich universitätsübergreifend insbesondere in der Forschung, aber auch in der Lehre und im Hochschulmanagement zu vernetzen. Darüber hinaus initiiert MERCUR in der Region Projekte, mit denen es die Rahmenbedingungen für die Wissenschaft im Ruhrgebiet verbessern und deren Austausch mit Wirtschaft und Politik vorantreiben will.


Weitere Informationen:


Redaktion: Beate Kostka, Tel. 0203/379-2430, beate.kostka@uni-due.de
Bildnachweis: MERCUR

Nach Ablauf der ersten sieben Jahre als Exzellenzcluster der RUB wird der Verbund ab 2019 gemeinsam mit der Technischen Universität (TU) Dortmund in der Exzellenzstrategie neu gefördert. Rund 42 Millionen Euro erhält das Konsortium bis Ende 2025 für die Forschung.

Der Startschuss für die weitere Zusammenarbeit im Cluster fiel beim RESOLV-Neujahrsempfang am 22. Januar 2019. Die Bilanz der bisherigen Arbeit ist überwältigend, der Ausblick auf die Ziele vielversprechend.


Nachwuchsförderung und Internationalisierung
Ruhr explores Solvation, kurz RESOLV, hat seit 2012 mehr als 1.000 Publikationen hervorgebracht, davon mehr als 200 in sogenannten High-Impact-Journals. Über 200 internationale Chemiker, Physiker und Ingenieure arbeiten im Cluster zusammen, um die Rolle von Lösungsmitteln in chemischen Reaktionen, industriellen Prozessen und biologischen Vorgängen zu entschlüsseln. „Dabei setzen wir konsequent auf Nachwuchsförderung“, sagt Sprecherin Prof. Dr. Martina Havenith.
Eine neue Graduiertenschule wird künftig nicht erst beim Master-, sondern bereits beim Bachelorabschluss ansetzen und mehr potenzielle Doktoranden ansprechen. Darüber hinaus wird ein neues Trainingsprogramm in der Solvatationsforschung für Postdocs von der Europäischen Union gefördert. Im Postdoktorandenprogramm kooperiert RESOLV mit einem Schweizer Forschungsschwerpunkt (National Center of Competence in Research – Molecular Ultrafast Science and Technology). Prof. Dr. Axel Schölmerich, Rektor der RUB, lobt den „kompromisslosen Qualitätsanspruch bei Berufungen und Nachwuchsförderung“. Das sei ein Garant für die erzielten Erfolge.


Technologietransfer im Visier

 „Mit dem gemeinsamen Cluster RESOLV beginnt eine neue Ära“, freut sich die Rektorin der TU Dortmund, Prof. Dr. Ursula Gather. Ab 2019 wird die TU Dortmund den Forschungsschwerpunkt Solvation Science durch die Einrichtung zusätzlicher Professuren verstärken. Damit will das Cluster sich noch mehr im Transferbereich engagieren. Basierend auf der Forschung sollen neue Konzepte für die Industrie entwickelt werden: zum Beispiel für die Energieumwandlung und -speicherung oder bei der Entwicklung von smarten Sensoren. Damit beteiligt sich Resolv auch am Themenforum „Von der Idee zum Produkt“ der Ruhrkonferenz.
Der Neujahrsempfang des Clusters machte deutlich, dass es sich hierbei um einen echten, gelebten Schwerpunkt der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) handelt. So ist auch die Universität Duisburg-Essen als Kooperationspartner am Verbund beteiligt. Ihr Rektor, Prof. Dr. Ulrich Radtke, nahm den Neujahrsempfang zum Anlass, um zu betonen, wie stark die UA Ruhr jetzt schon vom Exzellenzcluster profitiert.

Bildnachweis: RUB / Katja Marquard

Von Virtual Reality bis zum Onlineportal: Für die neuen Projekte arbeiten die Hochschulen der Universitätsallianz Ruhr zusammen.

Das Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) fördert drei neue Lehrprojekte, an denen die Ruhr-Universität Bochum, die TU Dortmund und die Universität Duisburg-Essen beteiligt sind. In seinem jährlichen Förderprogramm unterstützt MERCUR zum ersten Mal auch kooperative Lehrprojekte zwischen den Hochschulen der Universitätsallianz Ruhr.

In den geförderten Konzepten geht es darum, Kompetenzen der einzelnen Hochschulen im Bereich Studium und Lehre zusammenzuführen und gemeinsam die UA Ruhr als Studienort attraktiver zu machen. Bis zu 80.000 Euro stehen pro Projekt dafür bereit. Die Laufzeit beträgt zwei Jahre.

Online-Portal fürs Lehramt
Beim Format Stup digital soll ein Onlineportal für Lehramtsstudierende entstehen, in dem sie sich über ihre Praxissemester austauschen und voneinander lernen können. Dafür arbeiten das Zentrum für Lehrerbildung der Universität Duisburg-Essen und die Professional School of Education der RUB zusammen.


Virtual Reality im Sport

Das Lehrprojekt Virtual Reality Moves bringt Sonderpädagogikstudierende der Technischen Universität Dortmund mit RUB-Studierenden aus der Sportwissenschaft zusammen. Gemeinsam sollen sie erforschen, wie Virtual Reality (VR) in der Bewegungspädadogik und im Sportunterricht eingesetzt wird. Dafür soll ein digitales VR-Lernlabor entstehen.

Digitaler Chemieunterricht
Angehende Chemielehrer noch besser auf die spätere Berufspraxis vorbereiten, möchte das Team vom dritten geförderten Projekt. Dafür arbeiten Chemiefakultäten aller drei UA Ruhr-Hochschulen zusammen. Lehramtsstudierende sollen in einem neuen Masterlehrformat lernen, wie sie digitale Medien für ihren Unterricht nutzen können.


Über MERCUR:
MERCUR ist eine 2010 gegründete Einrichtung der Stiftung Mercator und der in der Universitätsallianz Ruhr zusammengeschlossenen Universitäten in Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen. Mit verschiedenen Förderprogrammen für gemeinsame Vorhaben der drei Universitäten in Forschung, Lehre und Verwaltung unterstützt MERCUR die strategische Zusammenarbeit in der UA Ruhr.

Bildnachweis: RUB, Marquard