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Große Freude im Ruhrgebiet: Das Exzellenzcluster zur Lösungsmittelforschung hat sich erneut im Wettbewerb durchgesetzt.

Erfolgreich haben die Ruhr-Universität Bochum (RUB) und die Technische Universität (TU) Dortmund in der bundesweiten Exzellenzstrategie abgeschnitten: Ab 2019 wird das Exzellenzcluster Ruhr Explores Solvation (RESOLV) an der RUB und der TU Dortmund weiter gefördert.

„Wir sind stolz auf die Leistungen unserer Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher und den Erfolg“, so Rektor Prof. Dr. Axel Schölmerich. „Durch die erneut millionenschwere Förderung des Clusters über sieben Jahre erhält die Lösungsmittelforschung und das gesamte Ruhrgebiet einen zusätzlichen Schub. Es wird mehr und mehr zum attraktiven Standort international renommierter Forschung und zugleich wird die erfolgreiche Aufbauarbeit des Bochumer Clusters in der ersten Förderphase gewürdigt.“

„Wir gratulieren dem Konsortium zu diesem herausragenden Erfolg, der sowohl auf erbrachten Spitzenleistungen als auch auf einem zukunftsweisenden Forschungsprogramm beruht“, sagt TU-Rektorin Prof. Dr. Ursula Gather. „Grundlage dafür ist auch die erfolgreiche Kooperation, die die TU Dortmund und die Ruhr-Universität Bochum in den vergangenen sechs Jahren im Bereich Solvatationsforschung ausgebaut haben.“

Dicht vernetzt
Bei RESOLV – Verständnis und Design lösungsmittelabhängiger Prozesse – kooperieren die RUB und die TU Dortmund bereits erfolgreich mit Wissenschaftlern der Universität Duisburg-Essen, die den beiden Partneruniversitäten zu diesem Erfolg gratuliert hat, und weiteren außeruniversitären Partnern. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft förderte das Exzellenzcluster Resolv bereits von 2012 bis 2018 an der RUB. Es hat sich seitdem ausgehend von dem Bochumer Cluster ein dichtes Netzwerk in der Solvatationsforschung mit RESOLV als Knotenpunkt entwickelt – sowohl innerhalb der Region als auch international.


Cluster RESOLV
Die meisten chemischen Reaktionen, wichtige industrielle Prozesse und nahezu alle biologischen Vorgänge finden in flüssiger Phase statt. Das Team vom Exzellenzcluster RESOLV will verstehen, wie das Lösungsmittel in die Kontrolle, Vermittlung und Steuerung chemischer Reaktionen involviert ist. Mehr als 200 Chemiker, Physiker und Ingenieure kooperieren, um die Rolle der Lösungsmittelmoleküle zu entschlüsseln und basierend auf den Erkenntnissen neue Konzepte für die Industrie zu entwickeln.

„Wir freuen uns sehr, wieder gefördert zu werden und damit die zukünftigen Herausforderungen der Solvation Science angehen zu können“, sagt Prof. Dr. Martina Havenith Sprecherin von RESOLV. „Wir werden jetzt chemische Prozesse jenseits von Normalbedingungen, thermischen Gleichgewichten oder homogenen Phasen erforschen, um wichtige technologische Anwendungen zu fördern – zum Beispiel bei Energieumwandlung und -speicherung oder bei der Entwicklung von Smarten Sensoren.“

Das Exzellenzcluster beinhaltet eine eigene Graduiertenschule und fördert Maßnahmen für Gleichstellung und Vielfalt, Internationalisierung, Wissenstransfer sowie zur Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Darüber hinaus hat die Ruhr-Universität Bochum das Exzellenz-Cluster „Cyber-Sicherheit im Zeitalter großskaliger Angreifer“ (Casa) einwerben können.

 

Bildunterschrift: Martina Havenith ist Sprecherin des Clusters RESOLV.

Bildnachweis: RUB, Marquard

Drei Nano- und Materialwissenschaftler von der brasilianischen Partneruniversität UNESP (Landesuniversität von São Paulo) besuchten die UA Ruhr, um Arbeitskontakte zu knüpfen und Kooperationsmöglichkeiten zu erschließen. Ana Paula Alves Claro, Rafael Zadorosny und Paulo Noronha Lisboa Filho koordinieren die materialwissenschaftlichen Master- und Promotionsstudiengänge, Prof. Noronha ist zugleich stellvertretender Prorektor für Forschung an der UNESP, die 24 Campi im Bundesstaat São Paulo unterhält und jüngst für ihr Internationalisierungskonzept ausgezeichnet wurde.



Bei dem vom UA Ruhr Verbindungsbüro Lateinamerika vermittelten und organisierten Besuch stand der fachliche Austausch im Mittelpunkt. An der UDE kam es zu Gesprächen mit Prof. Markus Winterer und seiner Arbeitsgruppe zu Nanoparticle Process Technology sowie mit Mitgliedern der Lehrstühle von Prof. Axel Lorke und Prof. Marika Schleberger (Experimentalphysik). Zugleich wurden CENIDE (Centre for Nanointegration Duisburg-Essen) und NETZ (NanoEnergieTechnikZentrum) besucht. An der RUB kam es im ICAMS (Interdisciplinary Centre for Advanced Material Simulation) mit Prof. Ralf Drautz und verschiedenen Gruppenleitern zu intensiven Gesprächen. Prof. Noronha zeigte sich begeistert von dem Austausch und den zukünftigen Kooperationsmöglichkeiten, aber auch von den Labors an der UA Ruhr. Er selbst wird zu der Jahreskonferenz des UA Ruhr Profilschwerpunkts Materials Chain im November wiederkommen und die Arbeitskontakte vertiefen.

Bildinformation:
v.l.n.r.: Dr. Suzana G. Fries (ICAMS Research Group Leader), Prof. Paulo Noronha Lisboa Filho (UNESP), Dr. Stephan Hollensteiner (Leiter des Verbindungsbüros Lateinamerika der UA Ruhr), Dr. Manuel Piacenza (ICAMS Head of Coordination Office), Prof. Ana Paula Claro Alves (UNESP), Prof. Rafalel Zadorosny (UNESP)



Russisch, Arabisch, Polnisch, Englisch: Immer mehr Kinder wachsen in Deutschland mehrsprachig auf. Studierende beobachten diese Entwicklung jetzt aus linguistischer Perspektive.

Ab dem Wintersemester 2018/2019 bietet die RUB zusammen mit der Technischen Universität (TU) Dortmund den Masterstudiengang „Empirische Mehrsprachigkeitsforschung“ an, Interessierte können sich noch bis zum 5. Oktober 2018 einschreiben.

„Wir haben uns gefragt, was wir selber gerne studiert hätten,“ berichtet Prof. Dr. Lena Heine vom Germanistischen Institut der RUB. Sie hat den Studiengang zusammen mit Prof. Dr. Tanja Anstatt vom Seminar für Slavistik der RUB, Prof. Dr. Patricia Ronan und Prof. Dr. Barbara Mertins (beide TU Dortmund) konzipiert. Im Gegensatz zu vielen anderen Angeboten im Bereich der Mehrsprachigkeitsforschung fokussiert sich der Masterstudiengang auf empirische linguistische Forschung. Diese Spezialisierung ist in Deutschland einmalig.

„Wir stellen uns beispielsweise die Frage, welche Verbindung es zwischen dem Erlernen mehrerer Sprachen und der kognitiven Entwicklung bei Kindern gibt. Oder wie sich Mehrsprachigkeit im Alter auswirkt“, berichtet Kerstin Zimmermann, die den Studiengang als wissenschaftliche Mitarbeiterin betreut. Auch das Thema Sprachkontakt sowie der Einfluss von Mehrsprachigkeit auf die Gesellschaft stehen im Fokus des Studiengangs.



Interessierte sollten daher einen Bachelor-Abschluss in einem philologischen, soziologischen oder psychologischen Fach mitbringen und mindestens 15 Kreditpunkte in der Linguistik erworben haben. Im Studium werden die Teilnehmer von Beginn an selbstständig wissenschaftlich arbeiten und ihre eigenen Forschungsprojekte vorantreiben.

„Uns ist es wichtig, dass die Studierenden mit unserer Unterstützung früh Fuß in der wissenschaftlichen Community fassen und ihre Forschungsergebnisse mündlich und schriftlich gut präsentieren können“, erklärt Heine. Erklärtes Ziel des Studiengangs ist es daher, Nachwuchs für den Wissenschaftsbetrieb auszubilden, der über fundierte Kenntnisse in der empirischen Forschung verfügt.

„Wir möchten den Studierenden einerseits das breite Themenfeld der Mehrsprachigkeit vermitteln. Keimzelle für die Idee zum Studiengang war aber vor allem auch der Wunsch, Studierende gründlich in empirischen Methoden auszubilden“, sagt Anstatt.


Bewerbung:
Der Masterstudiengang „Empirische Mehrsprachigkeitsforschung“ ist ein Kooperationsprojekt zwischen der TU Dortmund und der RUB und wird durch die Stiftung Mercur gefördert. Einschreibungen sind noch bis zum 5. Oktober 2018 möglich.

Bildunterschrift: Datenerhebung und -analyse zum Thema Mehrsprachigkeit sind wichtige Inhalte im neuen Masterstudiengang.

Bildnachweis: Tanja Anstatt

Wie kann ich meine Publikation nutzen, um wissenschaftlich sichtbar zu werden? Wie erzähle ich eine gute Geschichte während eines wissenschaftlichen Vortrages? Wie kann ich meine Promotion und meine Kinder unter einen Hut bringen? Diese und weitere Fragen werden in der Herbstakademie beantwortet.

Die Research Academy Ruhr bietet mit der Herbstakademie Workshops zu fachübergreifenden Kompetenzen, die auf dem Weg zur erfolgreichen Promotion wertvoll sind. Das mehrtägige Kompaktangebot für Promovierende der UA Ruhr-Universitäten besteht aus Workshops, Vorträgen und Diskussionsrunden rund um den erfolgreichen Abschluss der Promotion und die eigene Karriereplanung. Die Herbstakademie bietet mit diesem fachübergreifenden Qualifizierungsangebot die Möglichkeit, die eigenen Kompetenzen z.B. beim Konfliktmanagement oder für eine erfolgreiche Selbstdarstellung während der Disputation zu stärken. Die Auswahl an interdisziplinären Workshops dient dem Ziel, den Promotionsprozess effizienter zu gestalten, die Motivation für einen zügigen und erfolgreichen Abschluss zu erhöhen und die eigene Karriereplanung zu konturieren. Gleichzeitig soll die Herbstakademie die Vernetzung unter den Promovierenden fördern.


Die Herbstakademie findet am 1. und 2. Oktober an der Universität Duisburg-Essen am Campus Essen statt und ist für die Teilnehmenden kostenfrei. Es werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Nachwuchsförderung der UA Ruhr vor Ort sein und über Promotionsförderangebote an den Ruhrgebietsuniversitäten informieren. Dr. Benjamin Brast, Koordinator des Graduiertenzentrums der TU Dortmund, hält den Einführungsvortrag "Promotion – ein Projekt für die (eigene) Zukunft" und bietet darin einen Überblick über Karrierewege und die richtige Vorbereitung auf die Zeit nach der Promotion.

Weitere Informationen zur Herbstakademie:
Die Herbstakademie der Research Academy Ruhr ist ein Modul der gemeinsamen wissenschaftlichen Karriereförderung in der Universitätsallianz Ruhr. Das Programm richtet sich an promovierende Nachwuchswissenschaftler/-innen aller Fachrichtungen der Ruhr-Universität Bochum, der Technischen Universität Dortmund und der Universität Duisburg-Essen.

Das vollständige Programm finden Sie hier oder unter http://research-academy-ruhr.de/herbstakademie.html

Was haben Künstliche Intelligenz, bewusstes Vergessen und Nanoenergie gemeinsam? Das sind nur einige der vielen Themen, an denen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) mit Freude arbeiten und die sie im Rahmen der WissensNacht Ruhr präsentieren. Viele Mitmach-Aktionen erwarten Groß und Klein, wenn die Wissenschaftseinrichtungen der Metropole Ruhr eine Nacht lang ihre Türen für die Gesellschaft öffnen. Denn am 28. September ist es wieder soweit: Ganz im Zeichen „Wissen aus der Region für die Region“ wird die Forschung aus dem Ruhrgebiet für die Menschen in der Metropole erleb- und erfahrbar gemacht.

Das Ruhrgebiet hat sich in den vergangenen 60 Jahren zu einer jungen und dynamischen Wissenschaftsregion gewandelt. Die vielfältige Wissenschaftslandschaft umfasst fünf Universitäten, eine Universität der Künste, 16 Fachhochschulen sowie zahlreiche renommierte außeruniversitäre Forschungsinstitute. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der drei großen Ruhrgebiets-Universitäten nutzen die Gelegenheit, bei der WissensNacht Ruhr die Stärken der UA Ruhr zu präsentieren.

Im NanoEnergieTechnikZentrum (NETZ) der Universität Duisburg-Essen werden alle Fragen rund um das Thema „Nano“ beantwortet. Was bedeutet „Nano“ und wo kommen Nano-Materialien in unserem Alltag vor? Experten-Vorträge bringen den Besuchern die faszinierende Nano-Welt näher. Darüber hinaus kann in einer Science-Show „Nano“ sogar selber erlebt werden, wenn die Besucher eigenständig Plasmen herstellen. Führungen durch das Plasmalabor, Mikroskopiezentrum und das Makrolabor runden das Programm im NETZ ab. In Essen öffnet das Kulturwissenschaftliche Institut (KWI) seine Türen und lädt zu einer Diskussion über Leistungsdruck und Optimierungswahn ein. Als interuniversitäres Kolleg der UA Ruhr stellt das KWI einen Ort dar, an dem die Erträge ambitionierter kulturwissenschaftlicher Forschung auch mit Interessierten aus der Region geteilt und diskutiert wird. Thema bei der WissensNacht Ruhr ist unser heutiger Leistungsdruck und Optimierungswahn.


In Bochum kommt die Ruhr-Universität mit dem Blue Square in die Stadt und bringt alles mit, was sie zu bieten hat: in zahlreichen Veranstaltungen haben Bürger/-innen die Möglichkeit zu erfahren, wie Wissenschaft und Alltag Hand in Hand gehen. Bei der WissensNacht Ruhr zeigen Forscher und Forscherinnen des Sonderforschungsbereiches „Extinktionslernen“, dass Umlernen manchmal noch viel schwerer als Lernen ist. Die Besucher/-innen haben im verrückten BrainLab die Möglichkeit, ihrem Gehirn live bei der Arbeit zuzuschauen und echte Exponate zu erkunden. Die Künstliche Intelligenz wird im Jahrhunderthaus in Bochum thematisiert: unter der Schirmherrschaft der Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen lädt das Center for Advanced Internet Studies zu einem Bürger/-innendialog ein, um über den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Arbeitswelt zu diskutieren.

In Dortmund wird eine Arbeitsgruppe des aktuellen Jahrgangs der Global Young Faculty in der DASA eine Diskussion zum Thema „Ruhrpot(t)enzial“ anbieten. In der Global Young Faculty treffen sich herausragende, engagierte Nachwuchswissenschaftler/-innen der UA Ruhr, um gemeinsam an interdisziplinären Themen zu arbeiten. Das Ziel der Arbeitsgruppe „Entdecke dein Ruhrpot(t)enzial“ ist es, den Zugang zur Wissenslandschaft in der Metropole Ruhr zu erleichtern sowie die Wissenschaft greifbarer und sichtbarer zu gestalten. Im Dortmunder U präsentiert sich die TU Dortmund mit einer Jubiläumsaustellung zum 50. Geburtstag der Universität. Die Ausstellung thematisiert die Geschichte und Zukunft im Kontext der grundlegenden Werte einer Universität. Was eigentlich eine Universität ist, wird Kindern in einer KinderUni-Vorlesung nähergebracht. Prof. Barbara Welzel, Prorektorin Diversitätsmanagement, wird den Kindern die Vielfalt der TU Dortmund anschaulich erläutern.

Weitere Informationen sowie das vollständige Programm gibt es auf der Homepage der WissensNacht Ruhr.


Neue Wege in der Lehrerausbildung für die MINT-Fächer prämiert die Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) mit bis zu 2.000 Euro. Bewerben können sich Lehrende und Studierende der UA Ruhr sowie Lehrkräfte von regionalen Schulen in drei Kategorien:

•    Innovative Lehrkonzepte im Studiengang Master of Education
•    Praxisorientierte Lehre im Studiengang Master of Education
•    Wissenschaft trifft Schule – im Studiengang Master of Education

Förderlinie 1 „Innovative Lehrkonzepte im Studiengang Master of Education“ unterstützt das besondere Engagement der Lehrenden in der universitären Lehre. Mit dem Preis soll die Umsetzung innovativer, praxisorientierter und positiv evaluierter Lehrkonzepte ermöglicht werden. Besonders förderwürdig sind Konzepte, die sich im Rahmen des Praxissemesters bewegen.

Förderlinie 2 „Praxisbetreuung im Studiengang Master of Education“ unterstützt das besondere Engagement von Lehrerinnen und Lehrern der MINT-Fächer bei der Betreuung von Master of-Education-Studierenden in Praxisphasen an Schulen. Honoriert werden soll die hohe Qualität des Betreuungskonzepts und der Praktikumsorganisation an der Schule. Besonders förderwürdig sind Konzepte, die sich im Rahmen des Praxissemesters bewegen, wie zum Beispiel die Betreuung von Studienprojekten.


Förderlinie 3
„Wissenschaft trifft Schule – im Studiengang Master of Education“ unterstützt das besondere Engagement von Master of Education-Studierenden der drei UA Ruhr-Universitäten. Ausgezeichnet werden Studierende oder Studierendenteams, die in Praxisphasen der Lehrerausbildung in herausragender Weise zum Transfer wissenschaftlichen Wissens in den Schulunterricht beitragen. Prämiert werden insbesondere Praxis-Projekte oder Konzepte, die sich im Rahmen des Praxissemesters bewegen, wie zum Beispiel Studienprojekte.

Die Universitäten der UA Ruhr – die Ruhr-Universität Bochum, die TU Dortmund und die Universität Duisburg-Essen – setzen sich mit Unterstützung der Arbeitgeberverbände Ruhr/Westfalen (AGV) für die Förderung einer innovativen und praxisorientierten Lehrerausbildung mit Schwerpunkt auf den MINT-Fächern ein.

Für Lehrende und Studierende der drei Ruhrgebiets-Universitäten sowie Lehrkräfte an Schulen der Region wird 2018 zum siebten Mal der jährlich vergebene Förderpreis Lehrerausbildung ausgeschrieben.

Die Bewerbungsfrist endet am 22. Oktober 2018, die Preisverleihung ist am 21. November 2018.

Weitere Informationen zur Ausschreibung und Bewerbung gibt es auf der Website der  Professional School of Education der Ruhr-Universität Bochum.

In der neuen Founder Initiative Ruhr bündeln die drei großen Ruhrgebietsuniversitäten Maßnahmen, um Gründerinnen und Gründern auf ihrem Weg zum eigenen Unternehmen optimal zu unterstützen. Das Angebot ist vielfältig und wird durch gemeinsame Veranstaltungsformate weiter ausgebaut.

Die Founder Initiative Ruhr, kurz FIR, ist die neu gegründete Plattform der Universitätsallianz Ruhr, um Aktivitäten zur Gründungsförderung und zum Transfer gemeinsam abzustimmen und neue Projekte anzustoßen. Sie wird getragen von der Worldfactory der Ruhr-Universität Bochum, vom Centrum für Entrepreneurship und Transfer der Technischen Universität Dortmund und dem Kompetenzzentrum für Innovation und Unternehmensgründung der Universität Duisburg-Essen.

Erste Aktion beim Ruhr-Summit
Beim Ruhr-Summit 2018, bei dem mehr als 800 Start-ups und über 100 Sprecher erwartet werden, steht das Ruhrgebiet zwei Tage lang im Rampenlicht der Gründerszene. Die FIR organisiert ein Co-Founder-Matchmaking, unterstützt so ihre Gründerteams bei der Suche nach Teammitgliedern und bringt zusammen, was zusammengehört. Der Bedarf der Start-ups ist unterschiedlich: die Bandbreite reicht von der Suche nach Informatikern, Marketing-Experten bis hin zu begeisterten Personen, die Spaß an Start-ups und dem Ruhrgebiet haben.

Am Freitag, 12. Oktober 2018, gibt es die Möglichkeit, Start-ups der Universitäten auf dem Ruhr-Summit kennenzulernen. Innerhalb von zehn Minuten kann man sich austauschen und feststellen, ob es zu einem Match kommt. Die Bewerbungsfrist für einen Termin mit dem Wunsch-Start-up endet am 3. Oktober. Weitere Informationen gibt es hier.


Kooperationen in der Region

Die FIR verfolgt drei zentrale Ziele:
•    die Sichtbarkeit des Themas Gründung zu erhöhen,
•    die Anzahl innovativer Start-ups zu steigern und
•    Studierende, Wissenschaftler, Start-ups und Unternehmen in der Region zu vernetzen.

Die UA-Ruhr-Universitäten sind Mitglied im Initiativkreis Ruhr, mit dem sie bereits gemeinsam den CEO-Dialog erfolgreich als Veranstaltungsformat für den Austausch zwischen Studierenden und Vorstandsvorsitzenden aus dem Ruhrgebiet etabliert haben. Zudem will die FIR zukünftig Kontakte zu Kleinen und Mittleren Unternehmen in der Region anbahnen und gemeinsame Projekte umsetzen.

In der FIR haben sich die führenden Bildungseinrichtungen und Keimzellen wissenschaftsbasierter Gründungen in der Metropole Ruhr zusammengeschlossen. Sie greifen auf Wissen in Forschung und Lehre sowie auf zahlreiche Maßnahmen und Initiativen zurück, mit denen jede der drei Universitäten in den vergangenen Jahren ihr jeweils eigenes Gründungs- und Transferprofil erfolgreich entwickelt hat. Die Vision der Initiative ist es, ein starker Partner für weitere Kooperationen mit Akteuren im Start-up-Ökosystem Ruhrgebiet zu sein – damit das Ruhrgebiet der Hotspot für Gründer wird.

Mehr Informationen zu:
RuhrSummit: https://summit.ruhr/2018/de/
Founder Initiative Ruhr: http://www.uaruhr.de/founder-initiative-ruhr/
Centrum für Entrepreneurship und Transfer der TU Dortmund (CET): http://www.cet.tu-dortmund.de/cms/de/start/index.html
Worldfactory: https://www.ruhr-uni-bochum.de/worldfactory/index.html  
Kompetenzzentrum für Innovation und Unternehmensgründung der Universität Duisburg-Essen (IDE): https://www.uni-due.de/innovationhub/

Die Hitzerekorde weltweit lassen die Rufe nach einer gemeinsamen Klimapolitik wieder lauter werden. Auf der Suche nach nachhaltigen und kostengünstigen Konzepten, die von möglichst vielen Ländern akzeptiert werden, spielen auch wissenschaftliche Modelle eine Rolle. Mit diesen beschäftigt sich die diesjährige Ruhr Graduate Summer School der UA Ruhr. Sie findet vom 17. bis 21. September an der Universität Duisburg-Essen statt und zieht Teilnehmende aus dem In- und Ausland an.  
„Wenn klima- und handelspolitische Maßnahmen untersucht werden, helfen allgemeine Gleichgewichtsmodelle. Diese erlauben es, volkswirtschaftliche Kosten und Nutzen sowie die Auswirkungen für einzelne Länder abzuschätzen“, erklärt Dr. Volker Clausen, Professor für Internationale Wirtschaftsbeziehungen. „Mit diesen Modellen können beispielsweise die Folgen einer CO2-Steuer auf die Branchenstruktur, die Beschäftigung und die Einkommensverteilung analysiert werden.“

Die Teilnehmenden lernen, wie man diese anspruchsvollen Modelle mit einer besonderen Software und speziellen Datensätzen nutzt. „Das Ziel unserer Sommerschule ist es, jüngere Entwicklungen der Grundlagenforschung möglichst zügig in die wissenschaftliche Politikberatung zu übertragen“, so Clausen. „Deswegen genießt sie international einen hervorragenden Ruf. Unsere Gäste nehmen teilweise eine sehr lange Anreise auf sich, um teilnehmen zu können. In diesem Jahr kommen sie u.a. aus den USA, Südafrika und Süd-Korea und aus zahlreichen europäischen Ländern.“

Die Sommerschule gehört zur Ruhr Graduate School in Economics. Dieses Promotionsprogramm in der Volkswirtschaftslehre wird von den Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen sowie dem RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung gemeinsam getragen.


Weitere Informationen: Prof. Dr. Volker Clausen, Internationale Wirtschaftsbeziehungen, Tel. 0201/18-33655, vclausen@vwl.uni-due.de.
Bildinformation: © adpic

Prof. Dr. Dr. h.c. Ursula Gather, Rektorin der Technischen Universität (TU) Dortmund, ist am Montag, 3. September, mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach damit seine höchste Anerkennung für ihr herausragendes Engagement für den Wissenschaftsstandort Dortmund aus: Die Rektorin der TU Dortmund setze sich beharrlich für den Transfer wissenschaftlicher Ergebnisse in Wirtschaft und Gesellschaft ein. Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, überreichte Prof. Gather die Auszeichnung.

Seit September 2008 ist Prof. Ursula Gather Rektorin der TU Dortmund. Bis zu ihrem Amtsantritt war sie Professorin für Mathematische Statistik und industrielle Anwendungen an der Fakultät Statistik. Als Rektorin setzt sich die international anerkannte Wissenschaftlerin dafür ein, die TU Dortmund zukunftsfähig aufzustellen, gleichzeitig Dortmund als Wissenschaftsstandort zu stärken und dies ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu tragen. „Mit Beharrlichkeit und Verhandlungsgeschick pflegt Prof. Ursula Gather den Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft und stärkt so die Bedeutung der Wissenschaft als Motor für die regionale Entwicklung“,  sagte NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen bei der Verleihung.

Prof. Ursula Gather maßgeblich an Masterplan Wissenschaft beteiligt

So ist Prof. Ursula Gather seit 2011 maßgeblich an der Erstellung und Umsetzung des Masterplans Wissenschaft der Stadt Dortmund beteiligt. Dieser Masterplan ist ein Projekt, das Dortmund als Wissenschaftsstadt etabliert. Prof. Gather hat den Masterplanprozess mitinitiiert und mitgetragen – und engagiert sich bis heute in dessen Lenkungskreis. Zwei Jahre lang wurden mit mehr als 100 Beteiligten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Stadt und Kultur 100 Maßnahmen benannt, die die wissenschaftlichen Kompetenzfelder vor Ort, die Campusentwicklung, die Vernetzung mit Stadtgesellschaft und lokaler Wirtschaft sowie das Wissenschaftsmarketing vorantreiben. Aktuell wurden bereits gut zwei Drittel der Maßnahmen abgeschlossen, etabliert oder beschlossen. Der Masterplan zeigt, wie sehr Dortmund als Wissenschaftsstadt wahrgenommen wird. Mittlerweile ist er Vorbild für zahlreiche Städte und Regionen.

Als Rektorin hat Prof. Ursula Gather aktiv dazu beigetragen, dass ein Schwerpunkt der TU Dortmund auf Gründungen und Transfer liegt. 2011 wurde die Universität für ihr Gründerkonzept tu>startup im EXIST-Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie als „Gründerhochschule“ ausgezeichnet. Jährlich gehen aus der TU Dortmund rund 20 Startups hervor. Das benachbarte TechnologieZentrum Dortmund, für das sich die Rektorin stets einsetzt, bietet den idealen Standort für solche Ausgründungen. Europas größter Inkubator, der Unternehmen auf den Weg der Existenzgründung bringt und sie dabei unterstützt, befindet sich in direkter Nachbarschaft zur TU Dortmund: Insgesamt sind bis zu 70 Prozent der hier ansässigen Unternehmen aus wissenschaftlichen Einrichtungen entstanden, vielfach sogar an der TU Dortmund.

 

Austausch mit der Gesellschaft und Engagement für die Region

Für Prof. Ursula Gather hat zudem der Austausch der TU Dortmund mit der Gesellschaft große Bedeutung. Unter ihrer Leitung wurde 2010 die Hochschuletage im Dortmunder U – der Campus Stadt – eröffnet. Hier wird Lehrenden wie Studierenden ein öffentlicher Erfahrungsraum zu Verfügung gestellt, der es ihnen ermöglicht, sich aktiv in die Stadtgesellschaft einzubringen. Zugleich gewährt die Hochschuletage der interessierten Öffentlichkeit Einblicke in aktuelle Forschung und Projekte der TU Dortmund.

Für ihr besonderes Engagement für die Region und ihre Menschen hat der Verein „pro Ruhrgebiet“ Prof. Ursula Gather 2014 die Ehrenauszeichnung „Bürgerin des Ruhrgebiets” verliehen. Ihre Expertise ist gefragt: 2014 wurde Prof. Ursula Gather ins Präsidium der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) gewählt, die Politik und Gesellschaft in Zukunftsfragen berät. Ebenfalls 2014 wurde sie in das Hightech-Forum der Bundesregierung berufen, das die Umsetzung und Weiterentwicklung der Hightech-Strategie der Bundesregierung mit konkreten Handlungsempfehlungen bis 2017 begleitete und dabei die Perspektiven von Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft integrierte. Im Hightech-Forum leitete Ursula Gather das Fachforum Vernetzung und Transfer.


Informationen zum Foto:

Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, überreichte Prof. Ursula Gather (l.) das Bundesverdienstkreuz am Bande.
Bildnachweis: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW