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UA Ruhr News Center:

Praktikum plus Begleitprogramm im Sommer 2018 in der Metropolregion New York

Als Pendant des Ruhr Fellowship Programms führt die UA Ruhr im Sommer 2018 zum zweiten Mal das Transatlantic Ruhr Fellowship Programm für Studierende der UA Ruhr durch. Zehn besonders begabten und interessierten Studierenden wird die Möglichkeit geboten, als Transatlantic Ruhr Fellow Einblicke in die amerikanische Unternehmenskultur zu gewinnen und praktische Arbeitserfahrungen in der Metropolregion New York (New York, New Jersey, Pennsylvania, Connecticut) zu sammeln.

In der Zeit vom 6. August bis zum 28. September 2018 können Studierende als Transatlantic Ruhr Fellow zunächst an einer Summer School zum Thema „Global Markets and Entrepreneurship“ und danach in New York City an einem „Skills Seminar” teilnehmen. Anschließend folgt ein ca. sechswöchiges Praktikum in einem renommierten US-Unternehmen in der Metropolregion.


Interessenten mit guten Englischkenntnissen (mindestens B2) können sich zur Erweiterung ihrer Netzwerke im interkulturellen Umfeld der internationalen Arbeitswelt der New Yorker Region bis zum 22. Dezember 2017 für das Programm bewerben. Am Bewerbungsprozess teilnehmen können alle Studierenden, die im Sommersemester 2018 an einer der drei UA Ruhr-Universitäten (Ruhr-Universität Bochum, Technische Universität Dortmund, Universität Duisburg-Essen) in den Ingenieur-, Natur-, Wirtschafts-, Geistes- und Sozialwissenschaften (Bachelor oder Master) eingeschrieben sind.

Ausführliche Informationen über das Programm und die Bewerbungsunterlagen finden Sie hier

Bewerbungen bitte im PDF-Format und per E-Mail an das UA Ruhr-Verbindungsbüro in New York:
Peter Rosenbaum
Executive Director
UA Ruhr Liaison Office New York
871 United Nations Plaza
New York, NY 10017
Tel.: +1 (212) 758-3384
E-Mail: ruhrfellows@uaruhr.org

Zukunftsorientierte Lehrerausbildung an den drei Ruhrgebiets-Universitäten - Arbeitgeberverbände Ruhr/Westfalen stiften 6.000 Euro für Förderpreis

Bereits zum sechsten Mal wurde am 19. Oktober 2017 der „Förderpreis Lehrerausbildung“ verliehen, gestiftet von den Arbeitgeberverbänden Ruhr/Westfalen (AGV). Bewerben konnten sich nicht nur Vertreter der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) – also der Ruhr-Universität Bochum, der TU Dortmund und der Universität Duisburg-Essen – sondern auch Schulen der Region.

Gratulation an fünf Preisträger*innen
Fünf Preisträger*innen erhielten bei einem Festakt im Audimax der Ruhr-Universität mit rund 400 Gästen ihre Urkunden. Der Förderpreis wurde in drei Kategorien vergeben:

Förderlinie 1 „Innovative Lehrkonzepte im Studiengang Master of Education“ (2.000 Euro)
Prof. Dr. Stephan Hußmann, Institut für Entwicklung und Erforschung des Mathematikunterrichts an der TU Dortmund, Seminarkonzept: „Diskrete Mathematik“

Förderlinie 2 „Praxisbetreuung im Studiengang Master of Education“ (2.000 Euro)
Daniel Braun, stellv. für das Städtische Gymnasium Gevelsberg, "Betreuungskonzept Praxissemester"

Förderlinie 3 (allg. Fächer) „Wissenschaft trifft Schule – im Studiengang Master of Education“ (1.000 Euro)
Theresa Ebbeskotte, Studentin an der RUB, Masterarbeit: „Plastikpiraten – Das Meer beginnt hier“

Förderlinie 3 (MINT) „Wissenschaft trifft Schule – im Studiengang Master of Education“ (500 Euro) (Dieser Preis wurde auf 2 Gewinnerinnen aufgeteilt)
Melissa Meurel, Studentin an der RUB, Studienprojekt: „Schülervorstellungen zum Unterrichtsgegenstand Wüste im Geographieunterricht“
Rabea Kühn van Geldern, Studentin an der RUB, Studienprojekt: „Einfluss der praktischen Unterrichtseinheit `Präparation von Schweineherzen´ auf die Ausprägung von Interesse und Ekelempfinden von Schülerinnen und Schülern im Biologieunterricht"


Die drei Kategorien sollen die Säulen für eine zukunftsorientierte Lehrerausbildung widerspiegeln: innovative Lehrkonzepte in der Universität, enge Verzahnung mit den Schulen der Region und leistungsfähige Lehramtsstudierende. „In diesem Jahr konnten wir uns über besonders viele Bewerbungen für den Preis freuen. Die Auszeichnung honoriert ganz besonderes Engagement bei der alltäglichen Arbeit in der Lehrerausbildung“, kommentierte Prof. Dr. Joachim Wirth, Vorsitzender der Preisjury und Leitungsmitglied der Professional School of Education.

Alexander Füten, Pressesprecher der Arbeitgeberverbände, betont: „Die Arbeitgeberverbände Ruhr/Westfalen setzen sich seit über 40 Jahren für einen erfolgreichen Übergang von der Schule in den Beruf ein. Mit diesem Projekt beziehen wir auch die Lehrerbildung mit ein.“

Homepage:
www.pse.rub.de/sites/forschung/foerderpreis.php


Ansprechpartner:
Professional School of Education, Dr. Christiane Mattiesson, christiane.mattiesson@rub.de
Arbeitgeberverbände Ruhr/Westfalen, Dipl.-Soz.-Wiss. Bernd Brucker, brucker@agv-bochum.de

Vermehrt sehen sich türkische WissenschaftlerInnen genötigt, ihr Heimatland angesichts der Kriminalisierung von Regimegegnern zu verlassen. Wer sich offen für Frieden und Wissenschaftsfreiheit einsetzt, riskiert oftmals Strafverfolgung. Viele AkademikerInnen suchen daher Schutz in der Bundesrepublik Deutschland. Doch ihre Forschung liegt mit der Emigration meist auf Eis.

Aus diesem Grund haben nun das Institut für Turkistik der Universität Duisburg-Essen (UDE), das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) und das Forum Transregionale Studien in Berlin (Forum) die „Akademie im Exil“ gegründet. Damit türkische WissenschaftlerInnen ihre Arbeit im Ausland fortsetzen können, soll so eine Plattform für die Forschung im Exil geschaffen werden.


Akademieleiterin Dr. Kader Konuk (Foto) von der UDE erläutert: „Wissenschaftler an türkischen Universitäten sind derzeit besonderen Einschränkungen und Repressionen ausgesetzt. Die Akademie wird bis zu zehn Fellowships pro Jahr an gefährdete und im Exil lebende Wissenschaftler vergeben und gleichzeitig ein Forum zur Reflexion über Wissenschaftsfreiheit und Exilwissenschaft bieten. Unter anderem streben wir an, die Türkeiforschung in Deutschland zu beleben.“


Die aktuelle Ausschreibung läuft noch bis Mitte November 2017.


Antragsberechtigt sind WissenschaftlerInnen auf jeder Karrierestufe mit abgeschlossener Promotion, die ihre Gefährdung nachweisen können. Bereits Anfang 2018 können dann sechs Fellows ihre Forschung mit den zweijährigen Stipendien fortsetzen.


Die Akademie wird durch einen Rat geleitet, der aus Kader Konuk (UDE), Volker Heins (KWI/UDE), Georges Khalil (Forum) und Friederike Pannewick (Forum/Marburg) besteht. Das Forschungsprogramm und die Auswahl der Fellows wird von einem multidisziplinären Kollegium getragen und entwickelt, das aus vier Exilwissenschaftlerinnen aus der Türkei, vier türkeibezogen arbeitenden ForscherInnen an deutschen Universitäten sowie zwei Expertinnen an US-amerikanischen Hochschulen besteht.

Weitere Informationen:
https://www.uni-due.de/turkistik/aktuelles.php
 
Kontakt:
Prof. Dr. Kader Konuk, Institut für Turkistik (UDE), kader.konuk@uni-due.de
Prof. Volker Heins (KWI), volker.heins@kwi-nrw.de
Georges Khalil, georges.khalil@trafo-berlin.de
Sekretariat: academy-in-exile@trafo-berlin.de
 
 
Über die Akademie:
Die „Akademie im Exil“ ist eine gemeinsame Gründung des Instituts für Turkistik der Universität Duisburg-Essen (UDE), des Kulturwissenschaftlichen Instituts in Essen (KWI) und des Forums Transregionale Studien in Berlin (Forum). Die Initiative wird von der VolkswagenStiftung gefördert und zunächst an zwei Standorten aufgebaut.

Über das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI):
Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) ist das Forschungskolleg der Universitätsallianz Ruhr (UAR), zu der sich die Ruhr-Universität Bochum, die TU Dortmund und die Universität Duisburg-Essen zusammengeschlossen haben. Seine Aufgabe ist die Förderung hervorragender interdisziplinärer Forschung in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften mit regionalen, nationalen und internationalen Partnern. Das KWI erforscht die Grundlagen der modernen Kultur praxisnah und mit Blick auf aktuelle relevante gesellschaftliche Fragen. Derzeit stehen die Themenfelder Kulturen des Europäischen, kulturelle Vielfalt der Weltgesellschaft, Bürgerbeteiligung, kommunikative Praktiken und kulturelle Aspekte des Klimawandels im Mittelpunkt. Mit seinen Veranstaltungen sucht das KWI den Dialog mit einer breiteren Öffentlichkeit, es unterhält enge Partnerschaften mit Kultureinrichtungen und Medien.
www.kulturwissenschaften.de

Zum fünften Mal kommen herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) in der Global Young Faculty (GYF) zusammen, um in interdisziplinären Teams gesellschaftsrelevante Fragen zu beantworten. In dieser Kohorte werden sie sich erstmalig gemeinsam mit jungen Nachwuchskräften aus der Wirtschaft Themen widmen, die auch für die Zukunft dieser Region relevant sind. So untersucht eine Arbeitsgruppe, wie im Ruhrgebiet smarte Konzepte in den Bereichen Energie, Nachhaltigkeit und Mobilität umgesetzt werden können. Eine andere Arbeitsgruppe möchte Potenziale im Ruhrgebiet identifizieren und herausfinden, wie diese aktiviert und gestärkt werden können. Drei weitere Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit Fake News, der Rolle von öffentlichen Räumen im Zusammenhang mit Menschenwürde und dem Blick auf unterschiedliche menschliche Lebenswelten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer arbeiten in ihren interdisziplinären Gruppen für rund eineinhalb Jahre zusammen.

„Vernetzung über Institutionen und Fachgrenzen hinweg ist ein Bestandteil moderner Wissenschaft. Mit der Aufnahme von jungen Nachwuchskräften aus der Wirtschaft in die Global Young Faculty gehen wir neue Wege, um vorhandene Kompetenzen auf eine breitere gemeinsame Basis zu stellen und so den Wissenstransfer zu fördern“, sagte Prof. Dr. Winfried Schulze, Direktor von MERCUR, in dessen Händen die gesamte Organisation der GYF liegt. Die fünfte Kohorte der GYF ist nun mit einer Auftaktveranstaltung gestartet. Von den 54 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der UA Ruhr kommen 17 Nachwuchswissenschaftler von der Ruhr-Universität Bochum, 15 von der Universität Duisburg-Essen und zehn von der Technischen Universität Dortmund. Zwölf weitere Mitglieder der GYF V stammen von außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie aus lokalen Wirtschaftsunternehmen. Sie alle verbindet der Wunsch über den eigenen Tellerrand zu blicken, um mit neuen Gedankenansätzen zu neuen Lösungen zu kommen.


„Als ein im Ruhrgebiet verwurzeltes Wohnungsunternehmen, möchte Vonovia den interdisziplinären Diskurs zu gesellschaftsrelevanten Themen im Revier aktiv unterstützen. Die Global Young Faculty bietet uns Unternehmensvertretern die außergewöhnliche Möglichkeit dazu, die Forschung mit praxisnahen Impulsen zu ergänzen“, erklärte Jonathan Przybylski, Referent für Nachhaltigkeit bei dem Bochumer Unternehmen Vonovia SE, seine Motivation, in der GYF V mitzuarbeiten.

"Der Initiativkreis Ruhr will mit dem engen Schulterschluss zur Wissenschaft dazu beitragen, das große Potenzial des Ruhrgebiets zu heben. Dazu zählt auch, die fünfte Runde der GYF um junge Nachwuchskräfte aus dem Kreis seiner Mitgliedsunternehmen zu erweitern. Ziel der jungen Leute ist es, den Bezug zur Praxis bei der Entwicklung neuer wissenschaftlicher Impulse zu verstärken, gemeinsam an Themen zu arbeiten und Ideen für die Region zu entwickeln“, sagte Bernd Tönjes, Vorstandsvorsitzender der RAG Aktiengesellschaft und Moderator des Initiativkreises Ruhr.

„Die Global Young Faculty hat damit einen Ort geschaffen, der einen Kulturwandel im Ruhrgebiet einläutet. Junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Nachwuchskräfte aus der Wirtschaft können jetzt an gemeinsamen Interessen anknüpfen. Ein solches Biotop ist besonders im Ruhrgebiet möglich, das schon eine lange Tradition als Schmelztiegel der Vielfalt hat“, sagte Dr. Oliver Döhrmann, Projektmanager der Stiftung Mercator, die das Netzwerk der GYF bereits seit 2009 unterstützt.

Auch Prof. Dr. Axel Schölmerich, Rektor der Ruhr-Universität Bochum, sieht die Zusammenführung der Wissenschafts- mit der Wirtschaftswelt durch die gemeinsame finanzielle Unterstützung der Stiftung Mercator und des Initiativkreises Ruhr als regionale Besonderheit: „Die Einbettung der Wirtschaftsvertreter in die Global Young Faculty soll den Wissenschafts- und Wirtschaftsraum für junge Menschen attraktiver und international sichtbarer machen“.

Die Mitglieder schätzen die Teilnahme an der GYF sehr. „Es war eine spannende Zeit und inspirierend, einen Blick auf die Gedankenansätze anderer Wissenschaftler zu bekommen und davon in seiner eigenen Arbeit profitieren zu können“, beschreibt Jun.-Prof. Dr.-Ing. Sulamith Frerich von der Ruhr-Universität Bochum ihre Erfahrungen der vergangenen knapp zwei Jahren in der GYF.

Global Young Faculty
In der Global Young Faculty (GYF) treffen sich herausragende Nachwuchswissenschaftler/innen der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr), um in interdisziplinären Arbeitsgruppen Themen von gemeinsamem Interesse zu bearbeiten. Das Netzwerk ist eine Initiative der Stiftung Mercator in Zusammenarbeit mit der UA Ruhr und wird vom Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) in Essen koordiniert.
In der GYF V vernetzen sich die Nachwuchswissenschaftler/innen erstmals auch mit jungen Vertreter/innen aus der Wirtschaft. Diese Kooperation wird vom Initiativkreis Ruhr unterstützt.



Mehr Informationen: www.global-young-faculty.de

„Wichtig ist, gelassen zu bleiben und sich darauf zu besinnen was man hat – die fachliche Expertise“ konstatierte Busso von Alvensleben, ehemaliger Botschafter und Protokollchef des Bundespräsidenten, im Gespräch mit der Prorektorin Diversitätsmanagement, Professorin Barbara Welzel, über herausfordernde gesellschaftliche Anlässe, denen man als Führungskraft in der Wissenschaft schnell begegnen kann. Gemeinsam eröffneten sie damit das 15. Karriereforum am 06. Oktober 2017, das sich diesmal mit dem Thema „Leadership in der Wissenschaft“ auseinander setzte.




Rund 50 Teilnehmende konnten sich entweder in Ganz- oder Halbtages-Workshops Themen wie z. B. „Leading Project Teams“ oder „Emotionsregulation als Führungsaufgabe“ widmen. Zudem boten Führungspersönlichkeiten aus der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und der TU Dortmund Einblicke in die Führungsthemen ihres Berufsfeldes. Prof. Dr. Christoph Schuck, Dekan der Fakultät Humanwissenschaften und Theologie an der TU Dortmund, berichtete aus seiner langjährigen Erfahrung u. a. auch als Juniorprofessor und Leiter von internationalen Drittmittelprojekten über den Balanceakt zwischen Forschung und Führung.

Das nächste Karriereforum findet am 15. März 2018 statt und beleuchtet verschiedene „Wissenschaftswege im Weitwinkel“.

Wenn Sie über Neuigkeiten zum Karriereforum auf dem Laufenden sein möchten, tragen Sie sich gern in die Mailingliste unter http://www.scn-ruhr.de/karriereforum ein.

Wie wirken sich Renaturierungsmaßnahmen auf Lebensgemeinschaften und Funktionen urbaner Ökosysteme aus? Diese und weitere Fragen, die im Zusammenhang mit dem Umbau der Emscher stehen, werden im neu eingerichteten Kompetenzfeld Metropolenforschung der UA Ruhr untersucht. Die Transformation des Emschersystems steht im Fokus der diesjährigen RUHR LECTURE, die im WS 17/18 zum ersten Mal vom Kompetenzfeld Metropolenforschung organisiert und an allen drei Standorten der UA Ruhr stattfinden wird. Die Auftaktveranstaltung findet am 17.10.2017 am Campus Essen statt.

Seit 2013 organisieren das Institut für Geographie der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und die Fakultät für Raumplanung der TU Dortmund die Vortragsreihe „RUHR LECTURE“. Seit dem letzten Jahr wird die Ringvorlesung auch vom Profilschwerpunkt "Urbane Systeme" der Universität Duisburg-Essen (UDE) mitveranstaltet. Unter dem Titel „River-Ecosystems in Transformation – Converison of the Emscher“ werden an sechs Terminen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der UA Ruhr und Experten der Emschergenossenschaft Tandemvorträge zu ihren aktuellen Forschungsarbeiten an den Campi der Universitäten in Essen, Bochum und Dortmund halten.

„Welche Auswirkung hat die Entfernung von Mikroverunreinigungen auf die Flussqualität?“ und „Was bedeutet die Umstellung des Emscher-Systems für eine grüne, nachhaltige und soziale Nachbarschaftsentwicklung?“ sind nur zwei der vielen Fragen, die in den Vorträgen thematisiert werden. Die Ringvorlesung richtet sich hauptsächlich an Studierende der internationalen Masterstudiengänge „Transformation of Urban Landscape“ (RUB; Double Degree Master zusammen mit der Tongji University, Shanghai), „Spatial Planning“ (TU Do) sowie „Sustainable Urban Technologies“ und „Urban Culture, Society and Space“ (beide UDE) und weitere Interessierte aus der Fachöffentlichkeit.


Bei der Auftaktveranstaltung am 17.10.2017 wird Herr Dr. Stallmann, Koordinator und Geschäftsführer der UA Ruhr, ein Grußwort sprechen. „Ich bin begeistert von der Idee, die RUHR LECTURE 2017 zusammen mit der Emschergenossenschaft zu veranstalten. Daraus ergeben sich wichtige Impulse für die Metropolenforschung im Ruhrgebiet und unsere Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler erhalten einen weiteren Einblick in die Praxis“, so Hans Stallmann. Die ersten Tandemvorträge werden Herr Dr. Paetzel (Emschergenossenschaft) und Frau Prof. Dr. Moebus (Zentrum für urbane Epidemiologie, UDE) über „100 Jahre Emscher“ halten.

Förderung
Das Kompetenzfeld Metropolenforschung wird in den nächsten fünf Jahren die Endphase des Emscherumbaus wissenschaftlich begleiten. Ein Memorandum of Understanding wurde bereits mit der Emschergenossenschaft unterzeichnet. Der Auf- und Ausbau des Kompetenzfeldes wird durch das Mercator Research Center Ruhr (Mercur) unterstützt.

Weitere Informationen:
http://metropolenforschung.uaruhr.de

Programm-Download

Wer darf einen Vollantrag einreichen? Das fragten sich zahlreiche Forschergruppen in ganz Deutschland mit Blick auf die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder. Nun gab die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bekannt, welche Clusteranträge die erste Hürde genommen haben: 35 der derzeit geförderten 43 Exzellenzcluster verbleiben im Wettbewerb um die nächste Förderrunde neben 53 neuen Ideen. Die Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) war mit zwei Skizzen für Exzellenzcluster erfolgreich. Sie befassen sich mit dem Verständnis und Design lösungsmittelabhängiger Prozesse sowie mit Fragen der IT-Sicherheit.

Mit gebündelter Stärke können die Technische Universität (TU) Dortmund und die Ruhr-Universität Bochum (RUB) in der Exzellenzstrategie nun als Verbund einen Fortsetzungsantrag für das Exzellenzcluster „Ruhr Explores Solvation – RESOLV“ stellen. Auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen sind an diesem Forschungsvorhaben beteiligt. „Wir freuen uns über den Erfolg auf der ersten Etappe des Wettbewerbs“, so RUB-Rektor Prof. Dr. Axel Schölmerich. Die TU Dortmund-Rektorin Prof. Dr. Ursula Gather ergänzt: „Die Zwischenbilanz in der Exzellenzstrategie unterstreicht, dass unsere Universitäten gemeinsam Spitzenforschung betreiben.“ Das zweite Clusterprojekt „Cyber Security in the Age of Large-Scale Adversaries (Casa)“ ist am Horst Görtz Institut für IT-Sicherheit der Ruhr-Universität Bochum angesiedelt.

Rolle von Lösungsmitteln bei chemischen Reaktionen im Fokus
Im Exzellenzcluster RESOLV nimmt das Forscherteam die besondere Rolle des Lösungsmittels bei chemischen Reaktionen in den Fokus. Nahezu alle biologischen Vorgänge und auch viele technische Prozesse finden in flüssiger Phase statt. Das umgebende Lösungsmittel übt dabei aktiv Einfluss auf die chemischen Reaktionen aus. Mehr als 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Chemie, Biologie und Physik kooperieren, um die Natur dieser Interaktionen zu entschlüsseln und basierend auf den Erkenntnissen neue Konzepte für die Industrie zu entwickeln – zum Beispiel für die Energieumwandlung und -speicherung oder die Arzneimittelforschung.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Exzellenzcluster RESOLV seit 2012. Es beinhaltet eine eigene Graduiertenschule und fördert Maßnahmen für Gleichstellung, Internationalisierung, Wissenstransfer sowie die Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Ziel des Clusters ist es, die Lösungsmittelchemie – Solvation Science – als neue Disziplin zu etablieren. In RESOLV arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der UA Ruhr gemeinsam mit Partnern der Max-Planck-Institute für Eisenforschung (Düsseldorf), Chemische Energiekonversion (Mülheim an der Ruhr) und Kohlenforschung (Mülheim an der Ruhr) sowie vom Fraunhofer-Institut Umsicht in Oberhausen. Darüber hinaus verfügt das Konsortium aus dem Ruhrgebiet über ein internationales Netzwerk von hochrangigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.
 
Erste Entscheidung in der Exzellenzstrategie
In der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder zur weiteren Stärkung der Spitzenforschung an den Hochschulen in Deutschland sind damit die ersten Entscheidungen gefallen. Aus insgesamt 195 Antragsskizzen hat ein internationales Expertengremium in der Förderlinie Exzellenzcluster 88 Projekte für die Endrunde bestimmt. Die Frist für die weitere Antragstellung läuft bis zum 21. Februar 2018; die Förderentscheidungen fallen am 27. September 2018.

Weitere Informationen:
https://www.solvation.de/