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Das New Yorker Verbindungsbüro der Universitätsallianz Ruhr organisiert diesen Sommer erstmalig das Transatlantic-Fellowship-Programm für zehn Studierende der UA Ruhr in den USA. Das Fellowship besteht aus einem Zertifikatsprogramm, einem „Skills Seminar“ und einem sechswöchigen Praktikum in Unternehmen und Organisationen in New York, New Jersey und Pennsylvania.

Mit dem Ruhr-Fellowship-Programm ermöglichen die UA Ruhr und der Initiativkreis Ruhr bereits seit 2011 hochqualifizierten US-Studierenden ein Kultur- und Praktikumsprogramm im Ruhrgebiet. Am 6. August ist das Pendant für Studierende aus dem Ruhrgebiet in den USA gestartet: Zehn Studierende der Ruhr-Universität Bochum (RUB), der TU Dortmund und der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Möglichkeit, als Transatlantic Ruhr Fellows Einblicke in die amerikanische Unternehmenskultur zu gewinnen und praktische Arbeitserfahrung in der Metropolregion New York zu sammeln.

Botschafter Jürgen Schulz, der Stellvertretende Ständige Vertreter der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen, und Peter Rosenbaum, Leiter des New Yorker Verbindungsbüros der UA Ruhr, begrüßten am 14. August die Transatlantic Ruhr Fellows offiziell am Deutschen Generalkonsulat New York. Das Programm besteht aus drei Komponenten: einer Einführungswoche zum Thema „Global Markets“ an der Rutgers University, einem „Skills Seminar“ bei der Handelskammer sowie einem sechswöchigen Praktikum bei einem US-Unternehmen.


In der ersten Woche absolvierten die Fellows an der School of Management and Labor Relations der Rutgers University, The State University of New Jersey, ein Seminar zum Thema „Global Markets“. Es behandelte Themen wie Arbeitsrecht in den USA, Diversity Management, aktuelle Trends auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt, Talent Management, Entrepreneurship und Leadership. Alle Fellows schlossen das Seminar mit einem Zertifikat ab.

In der zweiten Woche wurden die Kenntnisse aus dem Zertifikatsprogramm in einem „Skills Seminar“ an der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer vertieft. Zudem wurden praktische Fähigkeiten und Fertigkeiten trainiert. Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie und Wirtschaft vermittelten dabei nützliche Erfahrungen aus amerikanischen Unternehmen, der Start-up-Welt sowie dem Bildungs- und Ausbildungssektor.

In den verbleibenden sechs Wochen absolvieren die Fellows dann ein Praktikum in führenden Unternehmen und Institutionen in New York, New Jersey und Pennsylvania. Während des Praktikums arbeiten die Fellows an Projekten und knüpfen wichtige Kontakte zu Unternehmen, kulturellen Einrichtungen und Handelskammern. Besuche an Partneruniversitäten der UA Ruhr wie der Princeton University und der University of Pennsylvania gehören ebenso zum Programm wie Exkursionen zu verschiedenen kulturellen Einrichtungen.

Gefördert wird das Programm von der Max Kade Foundation, dem DAAD und dem Initiativkreis Ruhr.

Kontakt:
Peter Rosenbaum
Executive Director
UA Ruhr Liaison Office New York
871 United Nations Plaza
New York, NY 10017, USA
T: +1-212-758-3384
F: +1-212-758-1629
rosenbaum@uaruhr.org
www.uaruhr.org

Nur wenigen hoch angesehenen Wissenschaftlern wird diese Ehre zuteil.

Die Bochumer Chemikerin Prof. Dr. Martina Havenith-Newen, Sprecherin des UA Ruhr-Profilschwerpunktes RESOLV, freut sich über eine große Anerkennung ihrer wissenschaftlichen Leistungen. Sie ist als Mitglied in die Europäische Akademie der Wissenschaften aufgenommen worden.


Die Academia Europaea mit Sitz in London versammelt international führende Wissenschaftler, darunter zahlreiche Nobelpreisträger. Sie setzt sich seit 1988 für die Förderung von Bildung, Wissenschaft und Forschung weltweit ein. Ihr gehören rund 3.500 Mitglieder an.

Das Haltestellenschild am Weltkulturerbe Zollverein begrüßt die Gäste in fünf verschiedenen Sprachen, regionale Spezialitätenläden preisen ihre Waren in Polnisch und Deutsch an: Wie sich die Sprachenvielfalt im Ruhrgebiet im öffentlichen Raum sichtbar niederschlägt, untersuchte das Forschungsprojekt Metropolenzeichen in den vergangenen drei Jahren. Es verband eine interdisziplinäre Wissenschaftlergruppe der Universitäten Duisburg-Essen (UDE) und Bochum (RUB) und wurde durch das Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) gefördert.

Türkisch, Deutsch, Englisch, Polnisch, Russisch, Arabisch, Chinesisch: Dass im Ruhrgebiet viele verschiedene Heimatsprachen gesprochen werden, spiegelt sich in dem, was öffentliche Wegzeichen wiedergeben. Seit 2014 erfasste und bewertete die Forschergruppe mehr als 25.000 Straßen-, Geschäfts-, Hinweis- oder Namensschilder sowie Plakate, Aufkleber und Graffitis in verschiedenen Stadtteilen vier typischer Kommunen nördlich und südlich des „Sozialäquators“ A40.

Schilderanalyse und Vor-Ort-Interviews
„An ihnen erkennt man nicht nur die Migrationsströme, sondern auch kultur- und konsumtouristische Besonderheiten“, weiß die Linguistin Prof. Dr. Evelyn Ziegler. Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan egänzt: „Unsere Studie ist deshalb so besonders, weil wir die visuelle Mehrsprachigkeit gleich in mehreren Dimensionen erfasst haben. Wir haben nämlich nicht nur zigtausend Schilder analysiert, sondern zusätzlich auch die Anwohner vor Ort interviewt und um ihre Einschätzung gebeten.“

Die mehrsprachigen Schilder bezeugen die ethnische Bevölkerungsvielfalt in Duisburg, Essen, Bochum und Dortmund. Nachweisen ließ sich dies insbesondere in den Stadtteilen nördlich der A40: In Duisburg-Marxloh sind mehr als ein Viertel aller erfassten Schilder in Türkisch. Fast die Hälfte der hier lebenden nichtdeutschen Bevölkerung hat einen türkischen Migrationshintergrund. Der örtliche Einzelhandel ist überregional bekannt für seine Spezialisierung auf türkische Brautmode. Deutlich niedriger ist der Türkisch-Anteil in Essen-Altendorf und Dortmund-Nordstadt (jeweils 7 %).

Bei den südlich der A40 gelegenen Stadtteilen liegt der Türkisch-Anteil bei 3,2 % in Duisburg-Innenstadt sowie jeweils 0,9 % in Bochum Langendreer und Dortmund-Nordstadt. Das Arabische (insgesamt 183 Schilder) konzentriert sich vor allem auf Essen-Altendorf und Dortmund-Nordstadt. Hier leben viele Bewohner/innen mit einer irakischen, marokkanischen oder libanesischen Staatsangehörigkeit.

Vor allem Deutsch, Englisch und Türkisch
Die drei sichtbarsten Sprachen in der Metropole Ruhr sind Deutsch, Englisch und Türkisch. Auf sie verteilen sich neun Zehntel aller Sprachvorkommen: Deutsch (66 %), Englisch (knapp 20 %) und Türkisch (gut 4 %). Französisch, Italienisch und Spanisch zusammen belegen weitere 4 % aller Textpassagen. Die seltenere Sprachkombination von Deutsch-Türkisch-Russisch findet sich zum Beispiel auf einer Mülltonne für Pappe und Papier. Vier oder mehr Sprachen kommen fast gar nicht (0,5 %) auf den Schildern vor.

Ein Viertel der 12.500 ausgewerteten kommerziellen Schilder sind zweisprachig, meist werden Deutsch und Englisch kombiniert. Die Migrantensprache Türkisch spielt im Geschäftsleben die größte Rolle, gefolgt von Italienisch und Arabisch. In 120 Vor-Ort-Interviews zeigte sich, dass - neben der eigenen Muttersprache - Deutsch und Englisch am meisten wertgeschätzt werden. Polnisch wird im Revier wenig akzeptiert trotz der zurück liegenden Einwanderungsgeschichte. Am Ende der Wertschätzungsskala rangieren Arabisch und Chinesisch, vermutlich weil deren Schriftzeichen als fremd wahrgenommen werden.

Anwohner-Befragung
In einer mehrsprachigen Telefon-Befragung von 1.000 Personen mit und ohne Migrationshintergrund stellte sich heraus, dass knapp 63 % mehrsprachige Schilder an öffentlichen Institutionen gut finden: als Orientierungshilfe und zum Abbau von Sprachbarrieren. Ein Viertel hat allerdings Probleme damit, dass an Bahnhöfen, Rathäusern, Museen und Kindergärten Schilder in verschiedenen Sprachen angebracht sind, weil Migranten „der deutschen Sprache mächtig sein sollten“ und die Übersichtlichkeit darunter leidet. In den nördlich gelegenen Stadtteilen ist die Zustimmung größer (73 % statt 53 % in den südlichen Bezirken).

Wissenschaftlich geleitet wurde das Projekt durch die UDE-Germanisten Prof. Dr. Evelyn Ziegler und Prof. Dr. Ulrich Schmitz sowie dem UDE-Niederlandisten Prof. Dr. Heinz Eickmans und dem UDE-Psychologen Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan zusammen mit dem Soziologen Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier von der Ruhr-Universität Bochum.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Evelyn Ziegler, Linguistik, Institut für Germanistik, T. 0201/183-4901, evelyn.ziegler@uni-due.de
Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan, Institut für Turkistik, Tel.0201/183-4909, haci.uslucan@uni-due.de

Das von der Stiftung Mercator geförderte Projekt  "Von der Sprachförderung zur Integration zugewanderter Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener: Berufsbegleitender Studiengang der Universitätsallianz Ruhr" hat zum Ziel, auf der Grundlage von

Evaluations- und empirischen Forschungsergebnissen ein zielgruppenspezifisches Fort- und Weiterbildungsangebot zu entwickeln und einen Weiterbildungsstudiengang zu etablieren, der von allen drei Standorten der UA Ruhr getragen wird. Im Rahmen dieses Angebots erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, sich mit vielfältigen Fragen des Unterrichtens und des Lernens von Neu-Zugewanderten Lernerinnen und Lernern auseinanderzusetzen und auf diese Weise Kompetenzen zu entwickeln, die es ihnen ermöglichen, in verschiedenen Lehr- und Lernsituationen in Schule, Erwachsenenbildung und betrieblicher (Aus-)Bildung auf die besonderen Herausforderungen zu reagieren, die im Rahmen des Unterrichtens mit der Gruppe der Neu-Zugewanderten entstehen.

 

Bewerbungsschluss ist der 17.09.2017

Weitere Informationen finden Sie in der Stellenausschreibung und auf der Seite des Projektes.